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Nachhaltige Social Media & Apps

Januar 27, 2021 8 Minuten Lesezeit

Nachhaltige Social Media & Apps

Neben dem passenden Zitat "der Mensch ist was er isst" hat eine weitere Tatsache im letzten Jahrzehnt stark zugenommen: Der Wandel hin zu einer Konsumgesellschaft. So ist der Mensch mittlerweile neben dem, was er isst, das, was er im Gesamten konsumiert. Damit gemeint ist materieller Konsum, aber auch immaterieller Konsum, wie beispielsweise Zeit am Smartphone. Über die Zeit am Handy haben wir bereits im Blogbeitrag zu den 14 Tipps für weniger Zeit am Smartphone berichtet. In diesem Beitrag möchten wir dir Tipps und Empfehlungen geben, wie du deine Zeit am Smartphone besser einteilen und nachhaltiger gestalten kannst.

Es wäre wünschenswert, dass sich der Konsum, der betrieben wird, auf nachhaltige Social Media und Apps konzentriert, denn diese können unseren Alltag nachhaltiger gestalten. Das bedeutet nicht, dass du nicht mehr die Plattformen nutzen darfst, die dir gefallen. Aber vielleicht findest du für das, was dir gefällt, eine nachhaltigere Alternative, die vom Prinzip her aber den gleichen Zweck erfüllt. Damit dir das gelingt, geben wir in diesem Beitrag ein paar Inspirationen für nachhaltige Apps im Alltag sowie Social Media Kanäle, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen.

Vielleicht kannst du dir den Vorsatz, zum einen weniger Zeit am Smartphone zu verbringen, als auch die Handynutzung selbst nachhaltiger zu gestalten, mit deinen Neujahrsvorsätzen vereinen. Diesen und andere nachhaltige Vorsätze haben wir in unserem Blogbeitrag zu den grünen Vorsätzen 2021 bereits aufgeführt.

Handy

Smartphone Nutzung und beliebteste Apps

Eine Studie aus dem Jahr 2019zufolge verbringt der durchschnittliche Nutzer am Tag 3,7 Stunden mit seinem Smartphone. Egal ob zum Chatten, Serie schauen oder online Shoppen, das Handy ist ein unverzichtbarer Begleiter geworden. Bei einem Arbeitstag von 8 Stunden bedeutet das, dass nahezu die komplette restliche freie Zeit des Tages am Handy verbracht wird, statt im realen Leben. Während es im Jahr 2018 noch 3 Stunden waren, die durchschnittlich am Smartphone verbracht wurden, hat diese Zahl mit Sicherheit auch seit 2019 nochmals zugenommen und einen noch höheren Wert im Jahr 2020 erreicht.

Im Jahr 2018 wurden auf der ganzen Welt 204 Milliarden Apps heruntergeladen, wofür die Nutzer insgesamt 120 Milliarden Dollar ausgaben. Allein hier hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr (101 Millionen Downloads) schon mehr als verdoppelt. Daher ist davon auszugehen, dass jetzt, 2021, die Zahl noch deutlich höher liegt.

Aber womit verbringen die Menschen die meiste Zeit am Smartphone? Es zeigt sich, dass soziale Netzwerke, Video-Streamen, Spielen und Online-Shopping die Hauptquellen der Handynutzung weltweit darstellen. Darüber hinaus haben Finanz-Apps auf der ganzen Welt einen Durchbruch erlebt, wobei sich deren Nutzung von 2017 bis 2019 verdoppelt hat. Auch hier ist davon auszugehen, dass diese Zahlen bis jetzt noch deutlich angestiegen sind, insbesondere nach dem Corona-Jahr 2020.

Folgen der häufigen Smartphone-Nutzung

Der erste Griff am Morgen und der letzte Griff am Abend gehen bei vielen zum Smartphone. E-Mails werden gecheckt, es wird gespielt, Instagram wird aktualisiert und neuste Nachrichten werden abgerufen. Das Handy erleichtert uns unzählige Dinge im Alltag, aber es hat auch seine negativen Folgen. Die dauerhafte Beschäftigung mit dem Smartphone kann laut einer aktuellen Studie zwanghaft werden und sogar in einer Suchterkrankung enden. Von allen Menschen, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden, checkt ein Viertel über 100 Mal am Tag sein Smartphone und mehr als die Hälfte schaut zumindest 50 Mal auf das Display. Pro Tag wird das Handy zwischen drei und fünf Stunden benutzt. Probanden der Studie gaben an, dass ihnen nahezu keine Gründe einfallen würde, aus denen sie ihr Smartphone nur einen Monat lang hergeben sollten. Nicht einmal eine Gehaltserhöhung oder ein Gratisurlaub an den Traumort konnten diese Meinung ändern. Anstatt ein Jahr auf das Smartphone zu verzichten würden etwa 4% der Befragten lieber einen Monat lang ins Gefängnis gehen.

Handy

Welches sind die weltweit beliebtesten Apps?

Die Nutzung von Apps hat in den letzten Jahren extrem zugenommen und trägt mit Sicherheit einen großen Beitrag zur zunehmenden Smartphone Nutzung eines jeden Menschen bei. Sicher vereinfach einige Apps den Alltag situativ und erleichtern manche Aufgaben. Jedoch zeigt sich, dass die beliebtesten Apps weltweitweniger zu Zwecken der Alltagserleichterung, als vielmehr zur Unterhaltung oder Kommunikation dienen. So liegt auf Platz 1 der weltweit am häufigsten heruntergeladenen Apps die App Tiktok. Platz 2 belegt - dem Jahr 2020 und der Corona Pandemie zu verdanken - die App Zoom. Auf Platz 3 folgt die App Facebook, dahinter Instagram und auf Platz 5 schließlich Whatsapp. Kurze Frage an dich selbst: Bist auch du Nutzer dieser 5 Apps auf deinem Smartphone?

Clevere Algorithmen verfolgen der Nutzung des Smartphones und verschiedener Websites immer mehr, was dazu führt, dass dem Konsumenten auch zunehmend Themen und Seiten vorgeschlagen werden, die ihn potentiell interessieren könnten. Diese Annahme geht auf die Berechnung der im Vorhinein aufgerufenen Internetseiten und App-Nutzungen zurück. Du selbst bist also allein dafür verantwortlich, die dein Konsum sich gestaltet. Schaust du beispielweise ein Trash-Video nach dem anderen an, werden dir immer weitere angeboten und du wirst auch immer mehr davon konsumieren. Diese eigene "Bubble" kannst du selbst formen und bestimmten, indem du ein Auge darauf hast, welche Seiten du aus welchem Zweck aufsuchst.

Handy 3

Was für nachhaltige Apps gibt es?

Ein Alltag ohne Handy ist heutzutage unvorstellbar und muss auch nicht sein. Jedoch kann die Zeit, die du am Smartphone verbringst, anders gestaltet und genutzt werden. So existieren beispielsweise Apps, die bewusst für das Handyverhalten konzipiert sind und dem Konsumenten dabei helfen sollen, Pausen vom Smartphone zu nehmen. Wir haben im Folgenden ein paar solcher Apps aufgelistet und erklären dir kurz, welchem Zweck sie dienen. 

Apps für weniger Zeit am Smartphone

  • Bei StayFreehandelt es sich um eine App zur Selbstkontrolle, für mehr Produktivität und zur Bekämpfung von Handysucht. Die App verrät dir, wie viel Zeit du mit deinem Smartphone und deinen Lieblings-Apps verbringst. Zudem unterstützt dich die App dabei, Ablenkungen zu verringern, indem die App-Nutzung eingeschränkt wird. Du selbst kannst Nutzungslimits für alle deine Apps festlegen und erhältst Benachrichtigungen, wenn das Nutzungslimit überschritten wird. Darüber hinaus kannst du dir Details zu deiner Nutzung sowie Statistiken zu deinem Nutzungsverlauf anzeigen lassen.
  • Screentimeist eine App, die der zunehmenden Abhängigkeit der Menschen vom Handy entgegenwirken möchte. Diese App soll deine Smartphone Nutzung verbessern, da sie Zeitmanagementbewusstsein ermöglicht. So zeigt die App eine detaillierte Ansicht der täglichen Mobiltelefonnutzung, die für jede Stunde, zu der Apps geöffnet wurden, genau auf die Nutzung des Telefons abgestimmt ist. Du kannst genau nachverfolgen, wie lange du dein Handy verwendet hast und welche App du genutzt hast. Auch rückblickend auf eine ganze Woche kannst du mit der App die Statistiken der Handynutzung in der letzten Woche überprüfen. So lernst du schnell deine täglichen Handynutzungstrends kennen.
  • Mit der Forest App wirst du dabei unterstützt, dein Handy vorübergehend wegzulegen. Hast du den Wunsch, die auf deine aktuelle Arbeit zu konzentrieren, kannst du die App öffnen und einen Samen pflanzen. Dieser Samen wird in der folgenden Zeit, in der du das Handy nicht in die Hand nimmst, du einem Baum wachsen. Wenn du der Versuchung nicht widerstehen kannst und die App verlässt, also zum Handy greifst, wird dein kleiner Baum sofort verwelken. Die Tatsache, dass du allein die Verantwortung für dein Bäumchen trägst, wird dich dazu ermutigen, das Handy wegzulegen und die Zeit besser zu nutzen, beispielsweise durch effektives Arbeiten.

Forest

Umweltfreundliche Apps

  • Viele kennen sie bereits, die App Ecosia,die dir eine umweltfreundliche und nachhaltige Suchmaschine auf Smartphone und Computer anbietet. Neben Suchanfragen über Ecosia, die CO2 neutral sind, werden für das Surfen auch noch Bäume gepflanzt. Die kostenlose Suchmaschine ermöglicht dir nicht nur CO2 neutrale Suchen, sondern darüber hinaus pflanzt Ecosia mit seinem Gewinn Bäume in Ländern auf der ganzen Welt.

 Apps für eine bewusste Ernährung

  • Saisonkalender ist eine App, die dich dabei unterstützt, Obst und Gemüse zur richtigen Zeit einzukaufen. So verrät dir die App, wann Spargel, Erdbeeren, Äpfel und Co. ihre Saison haben. Saisonkalender ist eine App von der Bundeszentrale für Ernährung, die dir zeigt, wann du am besten zu welchem Obst und Gemüse greifen solltest. So liefert die App dir für jeden Monat genaue Informationen zum aktuellen Marktangebot für über 70 Obst- und Gemüsearten. Du kannst die jeweiligen Mengen aus heimischem Anbau und die der Importware auch als Jahresüberblick abrufen. Ein weiterer Vorteil der App ist es, dass du in der Regel eine besonders gute Warenqualität zum günstigen Preis geboten bekommst.
  • Wenn du dich für eine vegane Ernährung interessierst, gibt es mittlerweile im AppStore eine große Auswahl an Apps, die auch vegane Rezepte beinhalten. Außerdem gibt es Apps wie HappyCow,die dir an nahezu allen Orten der Welt verraten, wo in deiner Nähe du vegane Lebensmittel oder Restaurants findest. Mehr Tipps hierzu findest du auch in unserem Beitrag zum Veganuary 2021.
  • Um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken, existieren mittlerweile auch unzählige Apps, wie beispielsweise die too good to go-App. Ziel der App ist es, Essen vor dem Wegwerfen zu bewahren. Du erhältst leckeres Essen bei dir in der Nähe für nur 3,50€. Es handelt sich hierbei um Essen, das andernfalls entsorgt werden muss. Der Ablauf ist relativ simpel: Du kannst über die Kartenfunktion einen teilnehmenden Laden oder ein Restaurant in deiner Nähe auswählen und deine Mahlzeit direkt über die App kaufen. Anschließend holst du diese im angegebenen Zeitfenster ab und genießt letztendlich ein Essen mit gutem Gewissen, denn du leistest einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Too good to go hilft Restaurants, Bäckereien, Supermärkten und Hotels dabei, weniger Lebensmittel wegwerfen zu müssen, indem sie ihre überschüssige Ware über diese App zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer anbieten können.

Food

Apps für ein bewusstes Einkaufen

  • Bei Rebuy handelt es sich um eine App, in der Smartphones, Tablets, Computer und Zubehör, Videospiele, Bücher und Kameras ver- und gekauft werden können. So kannst du deine gebrauchten Artikel verkaufen und gebrauchte Ware, die noch in gutem Zustand ist, günstiger erwerben. 
  • Ein ähnliches Prinzip verfolgt die App Vinted, bei der Kleidung, Accessoires und Kosmetik getauscht, verkauft und verschenkt werden können. Du kannst sowohl Dinge anbieten, als auch Dinge selbst kaufen oder ertauschen. Der Prozess ist relativ simpel, du musst lediglich ein Foto machen, hochladen und deinen Preis festlegen. So schenkst du nicht nur Kleidung ein zweites Leben, sondern sparst auch Geld und Zeit.
  • In unserem Beitrag zu fünf nachhaltigen, umweltbewussten Apps findest du noch weitere Tipps und Ideen, die dein bewusstes Einkaufen unterstützen können.

Shopp

Welche Social Media Kanäle behandeln das Thema Nachhaltigkeit?

Auch im Bereich Social Media existiert bereits eine Vielzahl an Kanälen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen oder ähnliche Bereiche fokussieren. Einer dieser Kanäle auf Instagram ist smarticular.Es handelt sich hierbei um ein Ideenportal mit Tipps und Tricks rund um ein einfaches und nachhaltiges Leben. Dort findest du Rezepte, DIY-Anleitungen, Informationen zu relevanten Themen wie Mülltrennung und weitere Tipps für einen nachhaltigen Alltag. Ein weiterer Kanal, der in die gleiche Richtung geht, ist utopia. Auch hier werden News, Tipps und Inspiration für ein nachhaltiges Leben geboten, aber es erfolgt auch viel Aufklärung in Form von aktuellen Artikeln. Utopia klärt viele offene Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit, Veganismus und Klimawandel. Aber auch alle anderen Fragen finden dort Raum und die Anregungen sind anschaulich und umsetzbar.

Auch auf Youtube findest du einige Kanäle rund um das Thema Nachhaltigkeit. Y-Kollektiv beispielweise ist ein Netzwerk junger Journalisten, die in ihren Reportagen die Welt so zeigen, wie sie sie erleben. Die Filme zeigen subjektive, menschliche Geschichten über die großen Themen der Zeit. Im Unterschied zu den Dingen, die du täglich in deinem Stream siehst, soll hier mehr geboten werden als Mainstream. Die Reportagen provozieren und spalten, erregen und bestürzen, sind ehrlich und nicht immer objektiv. Alle Recherchen der Journalisten werden transparent gemacht.

Ebenfalls auf Youtube zu finden ist der Kanal rethinknation, der kleine Dokumentationen zu den Themen Minimalismus, Tipps und Trends für Fair Fashion Mode, Vlogs der Fashion Week und vielem mehr im Bereich nachhaltige, faire und bewusste Kleidung anbietet. Ein weiteres Thema, das auf rethinknation Raum findet, ist fairer Lifestyle mit beispielsweise Alternativen zu Plastikflaschen oder fairen Smartphones.

Es gibt noch unzählige weitere Kanäle, die sich mit wirklich wichtigen und spannenden Themen im Bereich Nachhaltigkeit befassen. Veganistungesund ist einer dieser vielen Kanäle, der sich mit Veganismus befasst und viele Erklärvideos bietet. Auch auch andere interessante Themen sind es wert, verfolgt und unterstützt zu werden, du musst nur das Richtige für dich finden!

Hoffentlich können wir dir mit diesem Beitrag einen Einblick in nachhaltiges Social Media bieten und dich in manchen Bereichen inspirieren, deine individuelle Smartphone-Nutzung bewusster zu gestalten und den ein oder anderen Aspekt in deinen Alltag zu integrieren. Das bedeutet nicht, dass du eine Vielzahl nachhaltiger Apps oder Öko-Apps auf deinem Handy installieren sollst, sondern lediglich, dass du dir bewusst machst, wie du deine Zeit am Handy nutzen möchtest. Es gibt unzählige Nachhaltigkeitsblogger, von denen dir mit Sicherheit jemand zu dir passen wird, wenn du daran interessiert bist, mehr Nachhaltigkeit in deinem medialen Alltag zu etablieren.


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