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Naturkosmetik

Mai 11, 2021 6 Minuten Lesezeit

Naturkosmetik

Warum Naturkosmetik?

Naturkosmetik ist ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Lebensstils. Doch viele von uns wissen gar nicht genau, was mit diesem Begriff eigentlich gemeint ist. Wir verbinden die Hoffnung auf mehr Natürlichkeit mit der Naturkosmetik, und das ist grundsätzlich auch richtig. Denn dank der natürlichen Inhaltsstoffe, die häufig das Bio-Siegel tragen, handelt es sich um haut- und umweltfreundliche Produkte.

In diesem Beitrag erfährst du mehr darüber, was sich hinter dem Begriff der Naturkosmetik eigentlich verbirgt, welche Unterschiede es zwischen Naturkosmetik und konventioneller Kosmetik gibt, ob Naturkosmetik immer auch Bio-Kosmetik ist und wie du entsprechende Produkte erkennst. Außerdem verraten wir dir, wie du zertifizierte Naturkosmetik im Alltag findest und welche Vorteile diese hat.

Was ist Naturkosmetik eigentlich?

Naturkosmetik bezeichnet Kosmetika, die aus natürlichen Rohstoffen bestehen. Dadurch sind sie gesünder für den Körper und unter anderem bei Allergiker*innen sehr beliebt. Denn Reizstoffe wie Parabene, Silikone oder künstliche Aromen sind nicht in der natürlichen Pflege enthalten.

Zugleich ist Naturkosmetik weniger umweltschädlich, da sie auf schädliche Stoffe wie Mikroplastik verzichtet. Viele Produkte haben außerdem eine nachhaltige Verpackung, sodass kein unnötiger Verpackungsmüll entsteht. Für den Zero-Waste-Lifestyle ist Naturkosmetik daher ein Muss.

Es gibt heutzutage eine große Auswahl an Naturkosmetik, die von Make-up über Körperpflege bis hin zu Lippenpflege, Deodorants, Shampoos und Cremes reicht. Diese Naturkosmetika werden größtenteils mit nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind daher nachhaltiger als konventionelle Produkte, die aus chemischen Inhaltsstoffen bestehen.

Doch Vorsicht: Naturkosmetik ist nicht automatisch vegan. Tierische Rohstoffe wie Bienenwachs und Lanolin kommen sogar recht häufig zum Einsatz. Veganer*innen sollten daher auf das entsprechende Vegan-Zertifikat achten, während für alle anderen die Bio-Qualität ein wichtiger Hinweis darauf ist, dass die Rohstoffe aus tierfreundlichen Betrieben stammen.

Ist Naturkosmetik immer auch Bio-Kosmetik?

Häufig wird Naturkosmetik mit Bio-Kosmetik gleichgesetzt, aber dies ist nicht unbedingt der Fall. Beide Begriffe sind in Deutschland nicht geschützt und können daher frei genutzt werden. Ein Missbrauch ist zwar selten, aber dennoch ist es wichtig, dass du dich näher mit den jeweiligen Inhaltsstoffen und der Herkunft der Rohstoffe beschäftigst.

Grundsätzlich gilt, dass Bio-Kosmetik noch höheren Ansprüchen genügt als die Naturkosmetik. Denn die hier verwendeten pflanzlichen Inhaltsstoffe stammen bei Bio-Kosmetik aus kontrolliert biologischem Anbau. Dies gilt auch für eventuelle tierische Rohstoffe wie Bienenwachs.

Je nach Zertifikat gibt es bestimmte Regeln, die vorgeben, wie viel Prozent der pflanzlichen Rohstoffe des Kosmetikprodukts aus Bioanbau stammen müssen. Bei Ecocert sind das zum Beispiel 95 Prozent der pflanzlichen Rohstoffe und 10 Prozent des gesamten Produktes, bezogen auf das Gewicht. Zugleich gibt Ecocert an, dass bei Naturkosmetik mindestens 50 Prozent der pflanzlichen und 5 Prozent der gesamten Inhaltsstoffe aus Bioanbau kommen müssen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Naturkosmetik und konventioneller Kosmetik?

Konventionelle Kosmetik nutzt viele chemische Inhaltsstoffe, die mit einem großen CO2-Fußabdruck hergestellt werden. Sie sind häufig weder für die Haut noch für die Umwelt gut. Auch tierische Rohstoffe können enthalten sein. Wenn diese aus der konventionellen Landwirtschaft kommen, besteht die Möglichkeit von Schadstoffen, die noch aus der Produktion stammen.

Entsprechend enthält konventionelle Kosmetik oft Inhaltsstoffe, die zum Beispiel hormonell wirksam sind, Allergien auslösen oder gar Krebs erregen können. Natürlich gibt es hier strenge rechtliche Vorschriften, aber dennoch besteht häufig ein Risiko für eine gesundheitsschädigende Wirkung.

Die Chemikalien in vielen kosmetischen Produkten haben auf den ersten Blick eine stärkere und schnellere Wirkung als die natürliche Pflege, die die Naturkosmetik verspricht. Jedoch bringen sie ihr eigenes Risiko mit sich. Dazu gehört unter anderem die Gefahr, dass sich deine Haut an die Wirkstoffe gewöhnt und immer höhere Dosierungen benötigt, damit eine Wirkung zu sehen ist. Um deine Haut und Haare zu schonen und der Umwelt etwas Gutes zu tun, ist es daher empfehlenswert, der Naturkosmetik eine Chance zu geben. Hier brauchst du etwas Geduld, aber langfristig erzielst du gute Ergebnisse mit einem reinen Gewissen.

Hinweis: Achte darauf, dass es inzwischen viele Unternehmen gibt, die Kosmetika „ohne“ oder „frei von“ anbieten. Dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass nicht andere Schadstoffe enthalten sind. Auch der Hinweis auf „Pflanzenkosmetik“ ist teils eher für ein grünes Image gedacht.

Sind chemische Inhaltsstoffe automatisch schlechter?

Gute Naturkosmetik-Marken setzen auf natürliche Rohstoffe, echte Pflanzenöle und Pflanzenextrakte und Bio-Zutaten. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass gar keine chemischen Inhaltsstoffe vorhanden sind. Nicht immer sind diese als negativ zu bewerten. Ideal ist es jedoch, wenn selbst Emulgatoren und Alkohole wie Ethanol aus pflanzlichen Prozessen gewonnen werden.

Die folgenden Inhaltsstoffe sind potenziell gesundheits- und umweltschädlich, weshalb du einen Bogen um sie machen solltest:

  • Aluminium
  • Chemische UV-Filter
  • Erdölbasierte Stoffe wie MOSH/MOAH
  • Formaldehyd
  • Künstliche Duft- und Farbstoffe
  • Erdölbasiertes Mikroplastik
  • Palmöl
  • Parabene
  • PEG und PEG-Derivate
  • Silikone
  • Synthetische Konservierungsstoffe

Tipp: Um zu erfahren, welche Inhaltsstoffe sich hinter Abkürzungen verbergen, solltest du die INCI-Liste konsultieren.

Wie erkenne ich Naturkosmetik?

Um Naturkosmetik zu erkennen, ist es wichtig, die Inhaltsstoffe und eventuell vorhandene Siegel zu überprüfen. Lasse dich nicht von Werbeversprechen auf der Verpackung ablenken, denn echte Naturkosmetik lässt sich nur an den enthaltenen Stoffen erkennen.

Vertrauenswürdige Naturkosmetik erkennst du am besten an einem seriösen Siegel. So ist es möglich, direkt im Supermarkt oder in der Drogerie festzustellen, ob es sich um Natur- oder Bio-Kosmetik handelt, oder ob das Werbeversprechen nicht erfüllt wird.

Die folgenden Siegel sind anerkannt und kommen häufig vor:

  • Natrue-Standard: Natrue ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die auf anspruchsvollem Niveau zertifiziert. Alle Stoffe aus der Erdölchemie sowie Silikone und Tierversuche sind verboten. Es gibt drei Stufen: Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil und Bio-Kosmetik.
  • Cosmos-Standard: Dieser Standard wurde auf EU-Ebene eingeführt und gilt für Produkte, die ab 2017 auf dem Markt sind oder ihre Rezeptur verändert haben. Hier musst du dich einlesen, erhältst dann aber hilfreiche Hinweise.
  • CSE-Standard: Hier handelt es sich um ein Zertifikat, das garantiert, dass 75 Prozent der Produkte einer Firma nach Natrue-Kriterien hergestellt werden. Darüber hinaus weist der CSE-Standard auch auf faire Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit im Unternehmen hin und ist daher ganzheitlicher als die anderen Siegel.
  • BDIH-Siegel: Schon seit 1999 gibt es dieses deutsche Siegel, das als Prüfzeichen für kontrollierte Naturkosmetik gilt. Es geht weiter als die gesetzlichen Vorgaben und berücksichtigt unter anderem die Rohstoffe, den Herstellungsprozess und das Endprodukt.

Naturkosmetik im Alltag finden

Um im Alltag Naturkosmetik schnell ausfindig zu machen, sind die genannten Zertifikate ein wichtiger Anhaltspunkt. Darüber hinaus solltest du stets einen Blick in die Liste der Inhaltsstoffe werfen. Diese müssen bei Naturkosmetik so weit wie möglich aus natürlichen Ingredienzien bestehen. Auf Parabene, Paraffine und Mineralöle solltest du auf jeden Fall verzichten. Mit entsprechenden Apps kannst du direkt im Laden den Barcode scannen und sehen, welche eventuell gefährlichen Stoffe sich in einem Kosmetikprodukt befinden.

Naturkosmetik enthält darüber hinaus kein Mikroplastik. Damit sind zum Beispiel die kleinen Perlen in Peelings oder Duschgels gemeint. Aber auch viele Cremes enthalten mikroskopisch kleine Plastikteile, die eine große Gefahr für die Umwelt darstellen, da sie sich nicht abbauen lassen. Peeling funktioniert zum Glück auch mit natürlichen Materialien wie Kieselsäure, Zuckerkristallen oder Jojobawachskugeln. Weitere Tipps für die plastikfreie Beauty-Routine findest du hier.

Noch ein Anhaltspunkt für Naturkosmetik ist die Abwesenheit von Tierversuchen. Hier gibt es in der EU sowie bei internationalen Produkten Unstimmigkeiten, obwohl seit 1998 Tierversuche in Deutschland verboten sind. Schaue am besten beim Deutschen Tierschutzverband nach, welche Marken auf Tierversuche verzichten.

Häufig ist Naturkosmetik auch eng mit dem Fairen Handel verbunden. Das bekannte Fair-Trade-Zertifikat zeigt, dass sich ein Hersteller nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen, die das Produkt herstellen, einsetzt. Faire und gerecht bezahlte Arbeit ist ein Muss für nachhaltige Produkte, weshalb du direkt zur Naturkosmetik mit Fair-Trade-Siegel greifen solltest.

Neben den Inhaltsstoffen, der Abwesenheit von Mikroplastik und Tierversuchen und dem Fair-Trade-Siegel erkennst du Naturkosmetik auch daran, dass sie auf umweltverträgliche Verpackungen setzt. Zahlreiche Hersteller bieten zum Beispiel Glastiegel an, haben ein eigenes Recycling-System oder verzichten ganz auf die Verpackung.

Übrigens: Hier findest du Tipps dafür, wie du selbst Naturkosmetik herstellst. Auf diese Weise darfst du ganz sicher sein, dass sich keine Schadstoffe in deiner Kosmetik befinden. Du hast die volle Kontrolle über alle Inhaltsstoffe. Diese selbstgemachten Kosmetika eignen sich auch hervorragend als Geschenk.

Welche Vorteile bietet Naturkosmetik?

Abschließend listen wir dir noch einmal auf, welche Vorteile zertifizierte Naturkosmetik mit sich bringt:

  1. Natürliche Inhaltsstoffe: Natürliche Bestandteile sind gut für Haut, Haare und Gesundheit. Mit natürlicher Pflege verzichtest du auf riskante und umstrittene Stoffe. Allergiker*innen und Menschen mit empfindlicher Haut profitieren von der sanften Wirkung und von natürlichen Mitteln wie ätherischen Ölen, die die Haut beruhigen.
  2. Gut für die Umwelt: Natürliche Inhaltsstoffe sowie Bio-Kosmetikprodukte tun der Umwelt einen großen Gefallen. Indem du sie nutzt, trägst du dazu bei, dass weniger gefährliche Stoffe wie Mikroplastik in der Umwelt landen. Zudem sinkt die Nachfrage nach schädlichen Produkten wie Palmöl.
  3. Oft für Veganer*innen geeignet: In vielen Naturkosmetika befinden sich keinerlei tierischen Inhaltsstoffe. Achte beim Kauf gut auf das entsprechende Siegel. Überprüfe zudem, dass es sich um eine Marke handelt, die auf Tierversuche verzichtet.
  4. Umweltfreundliche Verpackung: Naturkosmetika sind fast immer umweltfreundlich verpackt oder kommen sogar ganz ohne Verpackung aus. So produzierst du weniger Abfall.


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