Spitzkohl Umami-Bowl | Saisonal und vegan kochen

März 28, 2020 4 Minuten Lesezeit

Spitzkohl Umami-Bowl | Saisonal und vegan kochen

Du hörst Kokosnuss und schon bist du in Gedanken an einem traumhaft schönen Strand? Gar nicht so verkehrt, schließlich wachsen die exotischen Früchte an Palmen. Besonders bekannt und beliebt ist die Kokosnuss für ihr wohlschmeckendes Inneres, das Fruchtfleisch und das Kokoswasser. Sicher fallen dir spontan viele köstliche Rezepte ein, bei denen Kokosmilch zum Einsatz kommen könnte.
Nun stelle dir vor, wie viele Kokosnussschalen dieser Industriezweig als Abfall produziert. Good News: Diese Ressource kann genutzt werden und bringt dir somit ein gutes Gewissen für einen nachhaltigen Lifestyle inklusive Urlaubsfeeling direkt auf den heimischen Esstisch. Die Schalen der Kokosnüsse werden von Hand zu Schüsseln verarbeitet, den passenden Löffel aus dem Stamm der Kokospalme gibt’s gleich dazu. Super, oder? Jetzt fehlt nur noch der passende Inhalt!

Heute möchten wir dir beweisen, dass der tropische Allrounder dir nicht nur als farbenfrohe Smoothie-Bowl den Alltag versüßen kann. Auch saisonale, herzhafte Gerichte werden in diesen hübschen Kokos-Schüsseln zum Hingucker und weil das Auge bekanntermaßen mit isst, schmeckt es auch ganz bestimmt gleich doppelt so gut. Wie wäre es also mit einem Umami-Feuerwerk für deine Geschmacksknospen? Spitzkohl hat nicht nur ein sehr mildes Aroma sondern bringt auch noch ganz viele Punkte fürs Vitamin-Konto und ist dabei viel bekömmlicher als andere Kohlsorten. Als Basis für unsere Umami-Bowl eignet sich ein Kartoffelstampf perfekt, damit aus der Hausmannskost aber auch ein kulinarisches Erlebnis wird gibt es dazu knusprigen Tofu, würzige Pilze, zarte Möhrchen und geröstete Mandeln für mehr Textur. Habt ihr auch schon Appetit darauf? Dann los, ab an die Kochlöffel!

Zutaten für deine saisonale Spitzkohl-Bowl

  • Spitzkohl (ca. 1 kg)
  • Kartoffeln (0,5 kg, mehlig)
  • Zwiebeln (rot, 2 Stück)
  • Pilze deiner Wahl (ich habe Champignons genommen)
  • Tofu Natur (200 g)
  • Knoblauch (nach Geschmack)
  • Pflanzenmilch deiner Wahl (ca. 100 ml, ich verwende Hafermilch)
  • Vegane Butter, ich nehme Alsan (ca. 150 g)
  • Mandelstücke (ca. 2 Esslöffel)
  • Karotte (eine mittelgroße oder zwei kleine)

Für den Umami-Geschmack

  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Kreuzkümmel
  • Zitrone (einige Spritzer)
  • Agavendicksaft
  • Sojasauce
  • Kräuter deiner Wahl, z.B. Petersilie
  • Speisestärke
  • Gemüsebrühe (ca. 100 ml)
  • optional: Senf (eine Messerspitze)
  • optional: Chilliflocken
  • optional: Rotwein

Saisonale Zutaten für deine vegane Spitzkohl BowlZubereitung

  1. Fangen wir mit dem Kartofelstampf an. Dafür musst du die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Anschließend in einem ausreichend großen Topf mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Salz ist hier noch nicht nötig.
  2. Während deine Kartoffeln köcheln kannst du den Tofu in gleichmäßige Stücke schneiden. Mach sie nicht zu klein, sonst werden sie schnell trocken!
  3. Der Tofu wird nun mit einem Schuss Sojasauce mariniert. Lass ihn dort für 10 Minuten durchziehen und wende ihn zwischendurch.
  4. Jetzt geht es dem Spitzkohl an den Kragen. Entfern das äußere Blatt und sehr dicke Blattadern sowie den Strunk, schneide den Kohl dann in etwa daumenbreite Streifen.
  5. Lass ein wenig vegane Butter in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze zergehen. Gib den Spitzkohl dazu, lass ihn unter ständigem Rühren ein wenig an Volumen verlieren und lösche nach ca. zwei Minuten mit der Gemüsebrühe ab. Lass es auf niedriger Stufe köcheln, wenn du einen Deckel für deine Pfanne hast dauert es etwa 5 Minuten bis der Kohl gar ist, sonst nach Gefühl ein wenig länger. Ich gebe außerdem gerne fein gehackten Knoblauch mit dazu.
  6. Zurück zum Tofu. Hol ihn aus seiner Marinade (nicht weggießen!) und wende die Tofustücke jetzt in Speisestärke. Optional kannst du hier unter die Speisestärke noch Pfeffer, Chili oder auch Knoblauchpulver mischen, wie es dir am besten schmeckt.
  7. Der von Speisestärke ummantelte Tofu wird nun in etwas Öl oder veganer Butter in einer beschichteten Pfanne angebraten, bis er goldbraun und knusprig ist.
  8. Deine Kartoffeln sollten mittlerweile fertig sein. Gieß das Wasser ab, fang aber eine kleine Tasse des Kochwassers auf, das brauchen wir später noch.
  9. Mit einem Kartoffelstampfer unter der Zugabe von Pflanzenmilch und evtl. dem Kartoffelwasser zu einem Püree verarbeiten. Du entscheidest, wie dir die Konsistenz am besten gefällt. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken. Verfeinert wird das Püree mit ein wenig veganer Butter.
  10. Wenn der Kohl gar ist kannst du ihn noch abschmecken. Salz hat er durch die Gemüsebrühe wahrscheinlich genug, ich füge daher noch Chillifocken, Pfeffer, Kreuzkümmel und einen Spritze Zitronensaft, sowie eine Messerspitze Senf hinzu. Wenn du es cremig haben willst kommt hier außerdem ein Schluck Pflanzenmilch zum Einsatz.

 

Deine drei Hauptkomponenten sind fertig. Was jetzt noch fehlt sind unsere Toppings, die zugegebenermaßen absolut unverzichtbar sind.

 

  1. Schneide die Zwiebeln in gleichmäßige Stücke (oder Ringe). In einer Pfanne werden sie nun in etwas Öl oder veganer Butter glasig gedünstet. Füg Agavendicksaft (oder eine andere Zuckeralternative nach Wahl) hinzu und lass die Zwiebeln karamellisieren. Optional kommt hier nun ein Schuss Rotwein dazu, den du kurz reduzieren lässt.
  2. Die Karotte schneidest du in dünne Streifen / kleine Stücke. Diese werden dann blanchiert. 
  3. Die Pilze müssen geputzt und geschnitten werden. Verwende am besten die Pfanne, in der du soeben die Zwiebeln zubereitet hast, so überträgt sich das Aroma ganz toll und du musst weniger abspülen. Du wirst kein zusätzliches Fett zum Anbraten benötigen. Wenn deine Pilze schon ein wenig Farbe bekommen haben fügst du etwas von der Sojasauce hinzu (du erinnerst dich, die haben wir als Marinade für den Tofu genommen). Auf die fertigen Pilze kannst du Petersilie streuen.
  4. Letzter Schritt: Mandeln rösten. Dafür gibst du die Mandelstückchen in eine Pfanne (ohne Fett) und röstest sie bei mittlerer Hitze bis sie goldbraun sind und herrlich duften. Bitte nicht aus den Augen lassen und immer fleißig wenden, es geht schneller als man denkt.
  5. Ab damit in die Kokosnussschüsseln und lass es dir schmecken! 

Vegan und saisonal kochen März SpitzkohlJetzt hast du Hunger, aber die vielen Arbeitsschritte schrecken dich ab? Kein Problem. Für besonders eilige Kochpandas gibt es eine Abkürzung. Vielleicht nicht ganz so ansehnlich wie die Profi-Variante, dafür aber super schnell fertig.

 

  1. Den Kartofelstampf bereitest du wie oben beschrieben zu, Zeit sparen kannst du, indem du die Stücke recht klein schneidest, so sind sie schneller gar.
  2. In deine (große, beschichte) Pfanne gibst du Zwiebeln, dünstest sie glasig, lässt sie in Agavensirup kurz karamellisieren.
  3. Die Zwiebeln dürfen in der Pfanne bleiben, jetzt kommen direkt die Pilze und der Tofu dazu. Du musst den Tofu nicht marinieren oder in Speisestärke wenden. Für den Shortcut empfehlen wir allerdings Räuchertofu, der hat schon ein tolles rauchiges Aroma.
  4. Jetzt kommt der Spitzkohl auch in die Pfanne. Wenn es zu trocken ist hilft vegane Butter, so brennt nichts an. Umrühren musst du aber trotzdem feißig!
  5. Lösche mit Gemüsebrühe ab, würze anschließend wie oben beschrieben nachdem der Kohl kurz köcheln konnte.
  6. Gebe die geraspelte (!) Karotte und die Mandeln hinzu.
  7. Noch einmal gut umrühren, abschmecken und deine Express-Spitzkohl-Pfanne ist fertig.

Buddha Bowl Poke Bowl mit Kokosschüssel


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