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Tipps zur Entschleunigung im Alltag

November 09, 2020 6 Minuten Lesezeit

Tipps zur Entschleunigung im Alltag

Entschleunigung in schwierigen Zeiten

Wir versuchen normalerweise, in kurzer Zeit so viel wie möglich, und am besten auch noch gleichzeitig, zu erledigen. Dieser hohe Druck führt zu einer großen Beschleunigung, zu langen To-do-Listen und zu sehr viel Stress. Hinzu kommen in Zeiten von Corona auch noch ganz besondere Herausforderungen wie etwa das Home-Office und die Lockdowns im Sinne der Pandemiebekämpfung. Ständige Neuigkeiten, Benachrichtigungen auf dem Smartphone, eingehende E-Mails und noch dazu das kalte Wetter im dunklen November schlagen schnell auf die Stimmung.

Wenn du dich gestresst fühlst, ist dieser Beitrag das Richtige für dich. Wir erklären dir, warum es so wichtig ist, Zeit für sich selbst zu haben, wie du dem Stress vorbeugen kannst und mit welchen Tipps die Entschleunigung gelingt. So findest du deine eigene Strategie zur Stressvermeidung, was sowohl für deine Gesundheit als auch für dein Wohlbefinden essenziell ist. Die Kunst besteht darin, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

So gelingt Entschleunigung im Alltag

Warum ist es so wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen?

Modernisierung funktioniert normalerweise durch Beschleunigung. Das trifft auf fast jeden Lebensbereich zu: Wir wischen durch Tinder, flitzen im Schnellzug von Stadt zu Stadt, erhalten Online-Bestellungen schon am nächsten Tag und sind daran gewöhnt, dass alle schnell auf unsere Nachrichten antworten.

Aber gerade in einer Krisensituation wie in der aktuellen Corona-Pandemie wird deutlich, dass die Beschleunigung nicht auf Dauer auszuhalten ist. Obwohl wir uns jetzt weniger bewegen, droht vielen Menschen der Burnout. Themen wie das Home-Office, die ständigen Nachrichtenbeiträge voller Negativität sowie die tiefgreifenden Veränderungen im Leben lassen uns nicht zur Ruhe kommen und gefährden unsere psychische Gesundheit während der Krise.

Außerdem ist seit der Zeitumstellung im Oktober deutlich weniger Tageslicht zu sehen. Die alljährliche Winterdepression, die unter anderem mit Vitamin-D-Mangel zu tun hat, schleicht sich an. In Kombination mit einem hektischen Alltag, zahlreichen Veränderungen und ungewohnten Situationen geht es vielen von uns nicht gut. Wir sind unter Druck, fühlen uns unsicher, traurig und verloren – dieses Jahr wohl noch mehr als sonst.

Entschleunigung Entspannung

Trotz dieser Herausforderungen hast du jedoch viele Möglichkeiten, dich selbst aufzumuntern. Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Alltagsfreuden (obwohl die auch sehr wichtig sind), sondern auch um langfristige Veränderungen von Routinen. Indem du dich mit der Entschleunigung beschäftigst, wirst du schon bald merken, dass du dich im Alltag entspannter und weniger gestresst fühlst. Zudem bist du besser in der Lage, mit neuen Situationen umzugehen und dich anzupassen, wo es nötig ist.

Idealerweise lernst du, besser in dich selbst hineinzufühlen. Denn es geht nicht nur darum, die To-do-Liste abzuarbeiten – vielmehr ist es wichtig, gut auf sich selbst aufzupassen. Wenn du erkennst, ab wann es dir schlecht geht, in welchen Situationen zu viel Druck herrscht und in welchen Momenten du entschleunigen solltest, ist schon ein wichtiger erster Schritt getan.

Tipps zur Entschleunigung

Damit dir die Entschleunigung gelingt, ist es zunächst wichtig, sie zu verstehen. Es handelt sich hier nämlich nicht um einen weiteren Punkt deiner vermutlich ohnehin schon langen To-do-Liste, sondern vielmehr um eine Einstellung. Versuche daher, die folgenden Tipps in deinen Alltag einzubauen.

Indem du schöne Rituale schaffst, also zum Beispiel vor Arbeitsbeginn deinen Arbeitsplatz aufräumst, nach Arbeitsende deinen Laptop reinigst, Pausen für Spaziergänge einlegst oder mit deiner Lieblingsmusik entschleunigst, gelingt der Prozess am besten. Experimentiere daher einfach mit den folgenden vorgestellten Tipps und stelle dir deine ganz eigene Strategie zur Entschleunigung zusammen – so haben Nervosität und innere Unruhe keine Chance mehr!

Tipp 1: Nein sagen

Den meisten von uns fällt es sehr schwer, auch einmal nein zu sagen. Wenn du merkst, dass du schon beim Gedanken an eine Verabredung leichte Schweißausbrüche bekommst, solltest du sie nach Möglichkeit absagen. Gerade in stressigen Zeiten ist es wichtig, dich nicht mit zusätzlichen Terminen vollzuladen. Das kann zwar heißen, dass du das Haustier von Freunden nicht hütest oder deine Tante nicht triffst, aber manchmal ist Zeit für dich am wichtigsten.

Natürlich solltest du dabei höflich und freundlich vorgehen. Am besten erklärst du einfach, dass dir das Treffen gerade zu viel ist. Eventuell lassen sich Termine mit langer Anfahrt auch auf einen Video-Call verlegen – in Zeiten des Lockdowns ohnehin die beste Alternative.

Tipp 2: Pausen einlegen

In Wartezeiten sind wir oft besonders gestresst. Denn wenn du ohnehin wenig Zeit hast und dann noch an der Kasse oder im Stau warten musst, entsteht Ärger, der den Stress noch verschlimmert. Versuche, diese Wartezeiten als Pausen zu nutzen. Atme tief durch, mache eine kleine Meditation, spüre in dich hinein oder höre vielleicht ein lustiges Audiobuch an.

Zudem ist es empfehlenswert, auch während der Arbeit regelmäßige Pausen zu machen. Indem du dir dafür eine Erinnerung setzt, etwa mit der bekannten Pomodoro-Technik, strukturierst du deine Zeit besser. Bemühe dich, in den Pausen deinen Kopf vom Stress zu befreien. Trinke einen Tee, gehe spazieren, mache die Wäsche oder kuschle mit deinem Haustier oder Partner.

Journaling

Tipp 3: Journaling ausprobieren

Um achtsamer durch den Alltag zu gehen und zu entschleunigen, ist das sogenannte Journaling eine wunderbare Technik. Dabei handelt es sich um eine Variante des Tagebuchs. Du gestaltest das Buch selbst und findest dafür online zahlreiche Ideen. Seien es Gedanken, Fragen, Ideen, Gefühle oder auch kleine Kritzeleien und Malereien, in einem Notizheft hast du Raum für dich. Übrigens geht das auch gut mit einem Malbuch für Erwachsene – solange du Abstand vom Bildschirm hast und dich nur auf eine entspannende Aufgabe auf einmal konzentrierst, entspannst du dich automatisch.

In deinem Journal kannst du klassischen Prompts, also Schreibaufforderungen verwenden. Dazu gehört, jeden Tag besonders schöne Momente aufzuschreiben; Dinge, für die du dankbar bist, aufzulisten; deinen perfekten Morgen zu erträumen; oder deine nächste Reise zu planen. Weitere Gestaltungsideen für dein Journal findest du in unserem Blog!

Tipp 4: Wellness

Wellness ist ein besonders guter Weg der Entschleunigung. Sicher weißt du hier schon, was dir am besten gefällt. Von einem heißen Bad mit ganz viel Schaum über eine entspannende Beauty-Session im Badezimmer bis zu einer Massage oder einer kleinen Tanzeinlage zu deiner Lieblingsmusik – der Punkt ist, dass du dich um dein Wohlergehen kümmerst. Das geht in den Pausen, aber auch vor oder nach der Arbeit sowie an festgelegten Tagen.

Besonders gut lässt sich Wellness mit Ernährung verknüpfen. Indem du zum Beispiel deinen Lieblingstee in der Thermosflasche bereithältst, bist du auch in stressigen Momenten in der Lage, kurze Wellness-Augenblicke einzubauen. Zudem nimmst du so ausreichend Flüssigkeit zu dir, was der Gesundheit sehr förderlich ist.

Wellness für Produktivität

Tipp 5: Yoga und Meditieren

Zur Entschleunigung solltest du versuchen, bewusst im Moment zu leben. Denn zu oft sind unsere Gedanken bei ganz anderen Themen, etwa bei Covid-19, sozialen Medien oder dem nächsten Einkauf. Wenn dir das zu viele Gedanken werden, solltest du versuchen, wieder in die Gegenwart zurückzufinden.

Das geht besonders gut durch Yoga-Übungen sowie mithilfe von Meditation. Besonders hilfreich sind Achtsamkeitsübungen, bei denen du zum Beispiel einfach auf deinen Körper hörst und ihn einmal „scannst“. Alternativ kannst du dich für ein paar Minuten auf all deine Sinne nacheinander konzentrieren: Was schmeckst du gerade? Was hörst du? Was siehst du? Was fühlst du? Was riechst du?

Achtsamkeit durch Bewegung

Tipp 6: Bewegung

Bewegung ist eines der besten Gegenmittel bei Stress. Zur Entschleunigung musst du nicht gleich zum Leistungssportler werden – im Gegenteil, schon mit einem Spaziergang oder einer Jogging-Runde leerst du deinen Kopf. Solange du Körper, Geist und Seele gleichermaßen entspannst, bist du auf dem richtigen Weg. Neben Yoga können das auch Aktivitäten wie Putzen, Aufräumen, Tanzen oder Walking sein.

Tipp 7: Digital Detox

In unserem beschleunigten Leben spielt die Digitalisierung eine besonders große Rolle. Denn wir sind einer ständigen Informationsflut ausgesetzt, antworten beinahe in Echtzeit auf Nachrichten und haben das Gefühl, stets online sein zu müssen. Die FOMO (fear of missing out), also die Angst, etwas zu verpassen, ist hier ein Problem.

Indem du für einen bestimmten Zeitraum ganz auf Bildschirme verzichtest, „entgiftest“ du. Das geht zum Beispiel gut vor dem Einschlafen und nach dem Aufstehen. Manche erklären auch einen ganzen Tag pro Woche zum Digital Detox Day.

Wie kann ich dem Stress vorbeugen?

Schon der Tagesbeginn ist wichtig für die Entschleunigung. Anstatt zum Beispiel den Schlummermodus beim Wecker zu nutzen, der oft nicht nur dich, sondern auch deine Familie stört, solltest du deinen idealen Aufwach-Zeitpunkt finden. Versuche, eher etwas früher aufzustehen, um morgens Zeit für dich zu haben. So hast du idealerweise auch mehr Zeit, in Ruhe zu frühstücken. Wähle eine gesunde Mahlzeit, die dich lange zufriedenstellt. Auf diese Weise hast du deinem Körper bereits etwas Gutes getan und kannst hoffentlich satt und entspannt in den Arbeitsalltag starten.

Wir empfehlen dir zudem, deine To-do-Listen zu überdenken. Viele von uns brechen schon in Schweiß aus, wenn wir nur einen Blick auf die Liste werfen. Jedoch stellt diese Liste auch eine Möglichkeit dar, dem Stress von Anfang an einen Riegel vorzuschieben.

Die folgenden Tipps zur To-do-Liste verringern deinen Stress hoffentlich:

  • Setze dir nicht zu viele Ziele.
  • Schreibe nur die wichtigsten Ziele auf.
  • Streiche erledigte Aufgaben durch.
  • Nutze ein schönes Notizheft für mehr Spaß beim Schreiben.

Darüber hinaus ist es gerade zurzeit wichtig, dass du dich um deine Gesundheit kümmerst. Sei es durch einen Blick in die Heilfähigkeiten von Kräutern oder durch eine Smoothie-Kur, gehe bewusst und dankbar mit deinem Körper um. So schlägst du der Winterdepression und der inneren Unruhe ein Schnippchen und gehst entspannter durch den Alltag!

Wir hoffen, es waren schöne Idee und Tipps für euch dabei, die du in deinen Alltag integrieren kannst! Welche Rituale hast du für dich in den Wintermonaten? 

 

 



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