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März 09, 2022 3 min lesen.

Jeder weiß, dass Plastik die Umwelt unnötig belastet und Gefahren für die Gesundheit birgt. Doch wer weiß eigentlich, was es mit Silikon auf sich hat, welches beispielsweise in der Küche Kontakt zu Lebensmittel hat oder bei Pflegeprodukten häufig zum Einsatz kommt?

Grundsätzlich spricht nichts gegen die Verwendung von Silikonprodukten, da Silikon nur wenig mit anderen Kunststoffen vergleichbar ist. Bei entsprechender Handhabung gilt der Stoff als unbedenklich und ungiftig. Jedoch ist es dafür wichtig, die Eigenschaften des Materials zu kennen.

Wie genau Silikon hergestellt wird, wo es Verwendung findet und wann es ungefährlich ist, erklären wir in diesem Beitrag.

Woraus wird Silikon gewonnen?

Silikon setzt sich aus Ketten von Silizium und Sauerstoff zusammen, deren einzelnen Bausteine man Siloxane nennt. Diese Siloxane liegen entweder in cyclischer oder in linearer Form vor und werden abhängig von der Anzahl der Silizium-Sauerstoff-Einheiten mit passenden Ziffern gekennzeichnet.
 
Die bekanntesten cyclischen Siloxane heißen D4, D5 und D6. Anfangs flüchtig werden sie erst durch die Weiterverarbeitung in feste, pastöse oder flüssige Form gebracht. Ihre Sonderstellung unter den Kunststoffen verdanken sie der Tatsache, dass sie auf Grund ihrer Molekülstruktur (anorganische und organischen Bestandteile) über Eigenschaften verfügen, die andere Kunststoffe nicht haben.
 

Die kannteste Form von Silikon ist als Gummi, welches beispielsweise für Backformen, Eiswürfelschalen oder Schnuller zum Einsatz kommt. Im Kosmetikbereich wird Silikon in Form von Pasten oder Geld als Füllstoff zugesetzt oder zur Oberflächenbeschichtung verwendet. Zum Entschäumen, Isolieren und als Schmiermittel wird Silikon in flüssiger Form verwendet.

Unterschied zwischen Plastik und Silikon

Im Unterschied zu Plastik besteht Silikon nicht aus Erdöl, sondern aus Silizium. Dieses wird aus Sand, Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff gewonnen. Es werden also keine fossilen Rohstoffe für die Herstellung benötigt. Das macht das Material sicherer für die menschliche Gesundheit.

Nach heutigem Wissensstand ist reines Silikon ungiftig und ruft nur selten Allergien hervor. Im Vergleich zu den meisten Plastikarten kommt das Material ganz ohne Weichmacher aus und hält sehr hohen und nierdigen Temperaturen stand. Zudem ist es UV-beständig, wasserabweisend und lange haltbar. Auf Grund dieser Eigenschaften wird hochwertiges Silikon auch in der Medizin beispielsweise für Prothesen und Implanthate verwendet.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Silikon und Plastik ist, dass Silikon um einiges länger haltbar ist als Plastik. Daher ist es sowohl umweltfreundlicher, als auch besser für die Ozeane, welche voll von Plastikmüll sind. Zudem bleibt die Qualität von Silikon auch bei extremen Temperaturschwankungen erhalten, ohne dass es schmilzt oder reißt.

Die lange Haltbarkeit von Silikon bedingt allerdings auch die Tatsache, dass es schwer biologisch abbaubar ist. Wenn Silikonprodukte dem Wertstoffkreislauf allerdings richtig zugeführt werden, sind sie gut recycelbar.

Silikonprodukte in der Küche

Seit einigen Jahren findet sich lebensmittelechtes Silikon überall dort, wo es hygienisch, sauber und langlebig sein soll. Sowohl in industriellen Betrieben wie Bäckereien, Metzgereien oder Küchen, als auch im Privathaushalt hat Kochzubehör aus Silikon längst Einzug erhalten.

Grund hierfür sind die positiven Eigenschaften von Silikon wie beispielsweise die Tatsache, dass es bis zu 300 Grad hitzebeständig ist. Dies macht es besonders geeignet für Kochen und Backen, da es formstabil ist, nicht heiß wird und vor allem nicht schmilzt.

Auch die Reinigung von Silikonprodukten ist unkompliziert, da diese spülmaschinenfast sind und so immer hygienisch sauber bleiben. Eine andere positive Eigenschaft des Materials ist es, dass es Pfannen, Bräter und Töpfe nicht verkratzt. Wie bereits oben beschrieben ist es im Vergleich zu Kunststoff auch frei von Weichmachern (BPA).

Silikonprodukte für die Küche gibt es in allen wünschenswerten Farben.

Diesen Küchenzubehör gibt es aus Silikon

Eine riesige Auswahl an Küchenzubehör gibt es mittlerweile als Silikonprodukt. Im Folgenden nennen wir einige Beispiele:

  • Pfannenwender
  • Koch- und Backpinsel
  • Kochlöffel
  • Schneebesen
  • Schneidebretter
  • Backformen
  • Spülbürsten
  • Backmatten
  • Gefrierbeutel
  • Eis(würfel)formen
  • Deckel
  • Siebe
  • Faltbare Brotdosen
  • Trichter
  • Besteck

Sind Silikonprodukte unbedenklich?

Küchenzubehör aus Silikon

Die Verwendung von Silikon im Lebensmittelbereich ist unbedenklich, insofern die Produkte gezielt dafür hergestellt sind. Um bedenkliche Verbindungen gänzlich auszuschließen, können alle Küchenprodukte aus Silikon vor der ersten Verwendung einmal gut erhitzt und ausgespült werden.

Kosmetikprodukte aus Silikon

Silikone in Kosmetika haben neben ihren positiven Eigenschaften leider auch Nachteile, die oft im Verborgenen bleiben. So sorgen Silikone in Cremes beispielsweise für ein angenehmes Hautgefühl. In Wahrheit jedoch bessert sich der tatsächliche Zustand der Haut nicht. Anders als zum Beispiel natürliche Fettstoffe fördert Silikon die Regeneration der Haut nicht. Aus diesem Grund werden silikonhaltige Cremes mit Wirkstoffen angereichert, welche diese Funktion erfüllen.

Trockene Haut oder Verhornungen werden durch die Verwendung silikonhaltiger Produkte also lediglich oberflächlich behandelt, die wahre Ursache der Probleme wird jedoch nicht behoben. Dies kann dazu führen, dass sich der Hautzustand möglicherweise noch weiter verschlechtert.

Ähnliche Auswirkungen zeigen sich bei Kosmetikprodukten gegen Falten, die Silikone enthalten. Welche Auswirkungen Silikon in Kosmetikprodukten haben kann und wie diese erkannt und vermieden werden können, erklären wir in unserem Beitrag über Naturkosmetik.


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