Was tun bei einem Bienenstich

Mai 14, 2020 5 Minuten Lesezeit

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Wer kennt es nicht, im Sommer summt und brummt es wieder überall und zack hast du dir einen Bienenstich eingefangen. Warum uns Bienen stechen, wie du einen Bienenstich am besten behandelst und ob du allergisch gegen die Stiche der kleinen Brummer bist, erfährst du hier bei uns.

 

Warum stechen Bienen uns eigentlich?

Die Biene sticht im Gegensatz zur Wespe nur als Abwehrreaktion, wenn sie sich also bedroht fühlt oder ihre Brut sowie Futtervorräte schützen möchte. Denn der Stich endet meist tödlich für die Biene, da ihr Stachel mit kleinen Widerhaken ausgestattet ist, welche bei einem Einstich in die menschliche Haut in dieser stecken bleiben. Versucht die Biene den Stachel herauszuziehen bleibt dieser zumeist in der menschlichen Haut stecken und zieht zudem den Hinterleib mit sich. Dabei wird die komplette Giftmenge in die Einstichstelle gegeben und die Biene stirbt in der Regel nach wenigen Tagen. Der Bienenstich stellt also für die Biene und uns eine unschöne Begegnung dar.

 

Wie behandelst du einen Bienenstich?

Ein Bienenstich kann sehr schmerzhaft sein, die Behandlung ist allerdings nicht kompliziert  –  solange du nicht allergisch auf das Bienengift reagierst. Am besten kühlst du den Einstich gleich mit Kühlakkus. Zuerst musst du aber sicherstellen, dass du den Bienenstachel wirklich komplett aus der Einstichstelle entfernt hast. Hierfür nimmst du am besten eine Pinzette. Dabei musst du darauf achten, dass du die kleine Verdickung am äußeren Ende des Stachels nicht zusammendrückst, denn dabei könnte noch mehr Bienengift in deine Haut gelangen. Nachdem du den Bienenstachel aus der Haut entfernt hast, solltest du die Haut nach Möglichkeit erhitzen, denn durch das Erhitzen werden die Eiweiße, die als Reaktion auf den Bienenstich ausgelöst werden, unschädlich gemacht und die Stichreaktion gedämpft. Diese Hitzebehandlung hilft dir auch bei lästigen Moskito- oder Wespenstichen. Für die Erhitzung der Haut bietet sich eine auf circa 50 – 60 °C erwärmte Tasse oder ein Löffel an. Alternativ kannst du auch einen sogenannten Stichheiler verwenden. Achte aber darauf die Gegenstände nicht zu heiß werden zu lassen, denn damit können Brandblasen auf deiner Haut entstehen. Nun kannst du deinen Bienenstich mit Kühlakkus behandeln. Hierbei solltest du unbedingt ein Tuch um den Kühlakku wickeln, denn ohne dieses kannst du dir wiederum Erfrierungen auf der Haut zuziehen. Zu guter Letzt kannst du nun noch eine abschwellende und kühlende Salbe auftragen, denn diese hilft deinem Körper zusätzlich beim Heilprozess. Nun musst du abwarten, nach ein paar Tagen sollte der Bienenstich im Regelfall komplett abgeklungen sein.

 

Hier noch einmal die Behandlungsschritte kurz und knapp zusammengefasst für dich:
  1. Bienenstachel mit Pinzette komplett aus Haut entfernen
  2. Erhitzung der Haut mit auf 50-60°C erwärmten Tasse, Löffel oder Stichheiler
  3. Kühlen mit Kühlakkus oder Eis
  4. Kühlende und abschwellende Salbe auftragen
  5. Abwarten und pandoo Blog  lesen bis Stich abgeklungen ist

 

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Woran erkennst du eine Allergie gegen Bienenstiche?

Nicht immer zeigt sich eine Insektengiftallergie direkt nach dem ersten Stich, du kannst auch über Jahre immer wieder gestochen werden, ohne dass du allergisch darauf reagierst. Dein Körper kann aber eine Anfälligkeit, eine sogenannte Sensibilisierung entwickeln und dann allergisch reagieren. Good to know, dass die allergische Reaktion allerdings für gewöhnlich direkt nach dem Stich auftritt. Allerdings kann diese abklingen und nach acht Stunden wieder verstärkt auftreten. Damit du im Fall der Fälle sofort weißt, ob du allergisch bist oder nicht erfährst du nun, wie sich schwache bis starke allergische Reaktionen bemerkbar machen. Definitiv wird die Haut um die Einstichstelle stark anschwellen, oftmals über 10 cm Durchmesser für über 24 Stunden. Schmerzen, heftiger Juckreiz oder Brennen können ebenso eine Reaktion deines Körpers bei einer Allergie sein. Manchmal betreffen die Symptome auch den ganzen Körper, dies wird als anaphylaktische Reaktion bezeichnet. Leichtere Reaktionen können hierbei etwa eine Quaddelbildung, auch als Nesselsucht bekannt, Juckreiz am ganzen Körper, Fließschnupfen, Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Schluckbeschwerden, allgemeine Schwäche sowie Schwellungen im Gesicht oder an den Händen sein. Bei starken allergischen Reaktionen kann es zu Atemnot, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit oder sogar einem Herz-Kreislauf-Stillstand, dies wird als anaphylaktischer Schock bezeichnet, kommen.

 

Was musst du bei einer Allergie gegen Bienenstiche tun?

Wenn Symptome einer allergischen Reaktion auftreten, ist es wichtig, dass du wieder zuerst den Stachel entfernst und, falls bereits eine Bienen- oder Wespenstichallergie festgestellt wurde, umgehend die Medikamente aus deinem Notfall-Set einnimmst. Wer weiß, dass er eine Bienenstichallergie hat, sollte daher in den Sommermonaten immer seine Medikamente mit sich führen! Wenn in den ersten 15 Minuten nach Einstich starke Reaktionen auftreten muss unbedingt ein Notarzt gerufen werden. Es ist außerdem ratsam bei einer bekannten Bienenstichallergie Freunde und Familie zu informieren und sich einen Allergiepass vom Arzt ausstellen zu lassen.

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Tipps, damit du gar nicht erst von einer Biene gestochen wirst:

Am besten ist es natürlich, gar nicht erst gestochen zu werden. Wenn du die nachfolgenden Tipps beachtest, verringerst du das Risiko und der Biene bleiben unnötige Qualen erspart. Im Sommer gibt es oft nichts schöneres, als mit nackten Füßen über eine Wiese zu laufen. Dabei passiert es aber schnell, dass man eine Biene übersieht und in diese tritt. Vor allem bei Klee ist Vorsicht geboten, denn diesen lieben die Bienen. Bei Klee solltest du also vielleicht doch zu leichtem Schuhwerk greifen. Sollte eine Biene in deine Nähe fliegen ist es wichtig, dass du ruhig bleibst und vor allem nicht um dich schlägst. Denn dann wägt sich die Biene in Gefahr und sticht womöglich zu. Ebenso solltest du dich von Bienenstöcken fernhalten, denn kommst du dem Heim der Biene zu nahe, fühlt sie sich eventuell ebenso bedroht und wird dieses schützen wollen. Außerdem solltest du Getränke, vor allem süße Getränke, nicht unverschlossen lassen, damit nicht versehentlich ein Insekt hineinfliegt und du es mittrinkst. Verschluckst du eine Biene kann das brenzlig für die Biene und dich werden. Denn wird die Biene verschluckt gerät sie verständlicherweise in Panik und kann in Mund und Rachenraum stechen und dir somit schwerwiegende bis zum Tod führende Atemprobleme verursachen. Falls du in Mund oder Rachenraum gestochen wirst, musst du umgehend ein Krankenhaus oder einen Arzt aufsuchen. Zudem solltest du Bienen auch nie wegblasen, denn das in unserem Atem enthaltene CO2 signalisiert Bienen normalerweise, dass ein Räuber, beispielsweise ein Vogel oder Dachs, ihre Brut oder Nahrungsvorräte bedroht.

 

Welche Hausmittel helfen bei einem Bienenstich?

Bei einem Bienenstich werden kühlende Salben und Cremes aus der Apotheke empfohlen, du kannst dich aber auch in deiner Küche auf die Suche nach Mitteln gegen den Bienenstich machen. Denn zum Beispiel Zwiebeln stellen ein altbewährtes Hausmittel gegen Bienenstiche dar. Hierfür schneidest du die Zwiebel auf und legst sie so lange auf den Stich, bis die Beschwerden nachlassen. Der Saft der Zwiebel wirkt antibakteriell, desinfizierend und lässt zudem Juckreiz und Schwellung abnehmen. Auch Bienenhonig ist ein wahres Wundermittel und hilft ebenso gegen die Bakterien. Ebenso die angesagte Aloe-Vera Pflanze ist ein echter Allrounder und hilft dank ihrer feuchtigkeitsspendenden Wirkung nicht nur als Pflegeprodukt für die Haut, sondern auch bei Juckreiz und lästigen schmerzenden Sonnenbränden.

 

Nun weißt du, was bei einem Bienenstich zu tun ist. Bleib ruhig und entspannt, die kleinen Brummer stechen dich nur aus Panik. So bleibt für dich ein schmerzender Stich aus und die Biene kann länger umherfliegen und Pflanzen bestäuben. Hattest du schon einmal einen Bienenstich und wie hast du ihn behandelt? Wenn du erfahren möchtest welche Bienenarten es gibt und wie diese aussehen, schau doch hier vorbei.


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