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Die Abholzung und die prekären Folgen daraus



Alleine in Deutschland stehen etwa 90 Milliarden Bäume. Verteilt auf die Einwohner ergibt das über 1’100 Bäume pro Person. Der Wald macht dabei in Deutschland eine Fläche von 11,1 Millionen Hektar aus, was 32 Prozent der gesamten Landfläche ausmacht. Anders ausgedrückt entspricht das ungefähr 15,5 Fußballfeldern. Diese Fläche beherbergt 1’215 verschiedene Pflanzenarten und darunter sogar 90 unterschiedliche Baum- und Straucharten. Diese Vielfalt zeigt sich ebenfalls im Boden des Waldes. Denn grundsätzlich gilt, dass mehr Mikroorganismen eine Handvoll Erde behausen, als es Menschen auf der gesamten Welt gibt. Diese winzig kleinen Waldlebewesen wandeln tote Tiere, Laub und abgefallenes Holz in Humus um. Die darin aufbereiteten Nährstoffe können von den Wurzeln wiederaufgenommen werden und gehen in diesem Kreislauf nicht verloren. 

 

Die Lungen der Erde

Wälder sind ein unabdingbares Element im ganzen komplexen Konstrukt der Natur. Sie speichern durch ihr Holz und die Wurzelsysteme circa die Hälfte des weltweit gebundenen CO2, was einer Masse von 1,2 Milliarden Tonnen entspricht. In Deutschland wird ungefähr ein Drittel (222 Millionen Tonnen) der jährlichen CO2-Emissionen von 830 Millionen Tonnen durch die Bäume neutralisiert. Dies geschieht durch einen ausgeklügelten Prozess, die Photosynthese: Durch diese biochemische Reaktion wird mittels Wasser und CO2 (Kohlenstoffdioxid) Zucker und Sauerstoff hergestellt. Durch das Sonnenlicht wird dieser Vorgang erst ausgelöst, was zwei für die Natur bedeutende Aspekte mit sich bringt: Der für das Leben auf der Erde notwendige Sauerstoff wird aufbereitet und das schädliche Treibhausgas Kohlenstoff wird absorbiert. Um sich die Kraft der Photosynthese besser vorstellen zu können, kann man sich folgendes Beispiel vor Augen führen: Eine ungefähr 100 Jahre alte Buche stellt in einem Jahr 4,6 Tonnen Sauerstoff her. Ein Erwachsener kann von dieser Masse über 13 Jahre lang atmen.

Wälder fungieren als natürlicher Schutz vor Lawinen und stabilisieren das Gebiet bei Geröll. Der Waldboden kann pro Quadratmeter mehr als 250 Liter Wasser aufnehmen, weshalb er zusätzlich Überschwemmungen vorbeugt. Die Wurzeln der unzähligen Waldpflanzen fangen zudem Schadstoffe und Schmutzpartikel aus dem Regen, der sie durchläuft. Als eine Art Filter wird dieses Wasser gereinigt und kann danach bedenkenlos getrunken werden. Der Wald ist selbst ein Organismus, das in sich funktioniert und ohne welches die kleinen und größeren Bewohner der Erde nicht leben könnten. 

 

Konsequenzen der Rodung

Um Holz zu gewinnen und Fläche zu schaffen, wird der Wald gerodet und die Erde als unfruchtbares Land hinterlassen. Wo sich einst pures Leben verbreitete und gedieh, steht nach der Abholzung karges Feld. Der natürliche Lebensraum unzähliger Lebewesen wird ihnen genommen und die Natur gerät aus dem Gleichgewicht. Die gespeicherte Kohlenstoffmenge wird nämlich durch das Fällen der Bäume an die Luft abgegeben. Das natürliche Umfeld des Waldes wird massiv beeinflusst. Darüber hinaus wird der Treibhauseffekt durch dieses absorbierte Treibhausgas angetrieben, weshalb sich das globale Klima erwärmt. Der mikrobiotische Stoffwechsel und der Wasserkreislauf werden unterbrochen. Kurzum: Die für die unmittelbare und weitläufige Natur unabdingbaren Funktionen eines Waldes werden zunichtegemacht – und das in rasanter Geschwindigkeit. Weltweit werden jährlich 15 Milliarden Bäume gefällt. Das sind 13 Milliarden Hektar Wald, was bedeutet, dass jede Minute eine Fläche von ungefähr 36 Fussballfeldern gerodet wird. Die Nachfrage nach Holz wächst zudem noch an und wird voraussichtlich im Jahre 2050 dem dreifachen Bedarf von heute entsprechen. Mit der momentanen Abholzungsrate würde im Jahre 2110 die gesamte Waldoberfläche der Erde verschwunden sein. Ein Szenario, das wir uns nicht vorstellen möchten und dennoch angehen müssen. 

 

Langlebigkeit der Bäume für die Kurzlebigkeit von Papierprodukten

Bäume brauchen Jahrzehnte lang, um die für die Fällung erforderliche Höhe zu erreichen. Die sogenannte Hiebsreife, die nach frühestens 60 Jahren erreicht wird, entspricht bei weitem nicht dem natürlichen Lebensalter eines Baumes. Daraus gewonnenes Holz muss somit als sehr langsam wachsende Ressource betitelt werden. Die Eiche braucht sogar mindestens 150 Jahre, bevor sie in einem dazu nicht im Verhältnis stehenden kurzen Prozess gefällt wird. Das perfide an diesem, in unserem Zeitalter als gewöhnlich angesehenen Vorgang ist einer der Hauptgründe der Waldrodung: Diese sehr langlebigen Bäume werden für extrem kurzlebige Alltagsprodukte gefällt, wie Druckpapier oder Einweg-Papierservietten. 

 

Hier siehst du alle wichtigen Fakten und Zahlen rund um das Thema Abholzung.

 

Die Erde ist 4,6 Milliarden Jahre alt. Auf 46 Jahre skaliert bewohnen wir diese erst seit 4 Stunden und unsere industrielle Revolution begann vor nur 1 Minute. In dieser Zeit haben wir mehr als 50% der Wälder der Welt zerstört. Alarmierend – lasst uns handeln!


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