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von Miu Nguyen Juni 22, 2020 4 min lesen.
Ohne Plastiktüte, Einwegplastik und verstecktes Plastik einkaufen? Mit unseren Tipps kommst du einem plastikfreien Leben ein gutes Stück näher!
Der plastikfreie Einkauf beginnt natürlich mit deiner Einkaufsliste. Plastikfrei Gemüse zu kaufen, ist eine der leichteren Aufgaben, erst bei verpackten Artikeln wird es tricky.
Man kann, ganz grob, zwischen vier großen Quellen von Kunststoff beim Einkauf unterscheiden:
Hier solltest du tatsächlich einmal eine Bestandsaufnahme zu Hause machen und schauen, was für dich persönlich die größten Quellen von Plastik im Alltag sind. Nutze dafür ein in vier Vierecke unterteiltes Blatt Papier für die vier Kategorien von oben. So kannst du dein eigenes „Plastikprofil“ erstellen und überlegen, wo du am schnellsten und einfachsten Kunststoffe einsparen kannst.
Wir sprechen hier aber nur vom Einkauf von Lebensmitteln und Co., nicht von deinem Kleiderschrank oder vom Abrieb der Autoreifen. Natürlich bieten viele Supermärkte auch Kleidung und Schuhe an, weshalb wir das oben erwähnt haben – aber wir wollen an dieser Stelle bei deinem Wocheneinkauf bleiben.

Du weißt nun also, was deine persönlichen Plastikfallen sind. Das bedeutet, dass du deine Einkaufsliste nun entsprechend vorbereiten kannst.
Hier sind einige Beispiele und Ideen, die dir bei der Erstellung deiner plastikfreien Einkaufsliste helfen können:
Die Einkaufsliste ist damit geplant und deinem ersten unverpackten Großeinkauf steht nichts im Wege.

Mit dem Verbot der Plastiktüten ist nur ein Teil des Problems aus unseren Supermärkten und Drogerien verschwunden, denn Papiertüten kommen leider auch nicht ohne CO2-Fußabdruck in die Läden. Zudem verwenden einige Geschäfte weiterhin Einweg-Kunststoffbeutel, die zwar als abbaubar, recycelbar oder recycelt bezeichnet werden – die meisten dieser Beutel sind jedoch noch nicht kompostfähig und wandern in die Gelbe Tonne.
Deshalb gilt für deinen plastikbewussten Einkauf in konventionellen und Bio-Supermärkten: eigene Verpackung mitbringen. Die meisten Verpackungslösungen können platzsparend in deiner Tasche oder deinem Rucksack verstaut werden. Ein Stoffbeutel oder eine größere wiederverwendbare Falttasche sind kleiner als die meisten Portemonnaies.
Wenn du in einem Unverpackt-Laden einkaufen gehst, brauchst du etwas mehr Verpackungsmaterial.
Im Unverpackt-Laden sind neben der losen Ware wie Obst, Gemüse, Nüssen, Müsli, Kaffeebohnen, Naschwerk und so weiter auch alles andere unverpackt – Getränke, Kosmetikartikel, Reinigungsmittel. Für einen vollständigen Einkauf benötigst du also mehr als nur einen Jutebeutel: dicht verschraubbare Gläser und Dosen beispielsweise.
Im Unverpackt-Laden wiegst du deine Behälter immer erst ab, bevor du sie befüllst. Zwar verkaufen diese Geschäfte auch Verpackungen wie Gläser und Dosen, aber es ist für dich günstiger, deine eigenen mitzubringen.
Daher unser pandoo-Tipp: Schau dich im Unverpackt-Store deines Vertrauens erst einmal um. Sieh dir an, welche unverpackten Alternativen für deine persönlichen Bedürfnisse und für deine Einkaufsliste dort überhaupt angeboten werden.
Übrigens: Die Betreiber der Unverpackt-Läden kaufen auch ihre Ware möglichst unverpackt ein, damit immer weniger Plastik durch die Welt verschickt wird.
>>Wir haben noch weitere Tipps für deinen ersten Einkauf im Unverpackt Laden!

Viele Menschen lassen sich Lebensmittel und Getränke gern nach Hause liefern. Auch hier ist eine Bestandsaufnahme dein erster Schritt, um herauszufinden, was du überhaupt regelmäßig orderst und wo die Kunststoffe lauern. Zum einen kannst du auch online vieles plastikfrei auswählen. Willst du noch einen Schritt weiter gehen, wirst du bei sogenannten Zero-Waste-Onlineshops fündig. Da legen die Betreiber Wert darauf, plastikfreie Artikel in plastikfreien Verpackungen zu liefern.
Plastik und Mikroplastik lauern in der heutigen Welt leider wirklich fast überall. Plastik verbirgt sich zudem hinter einer Vielzahl von Bezeichnungen und ist so vielseitig, dass er auch mal „versteckt“ erscheinen kann. Wusstest du, dass handelsübliche Kaugummis, saugfähige Schichten in Windeln oder auch Deckelbeschichtungen vieler Saftflaschen aus Kunststoff sind?

Zum Schluss sind hier nur einige Anwendungen von Plastik, die dir beim Einkauf begegnen können und die du dir merken solltest:
Wir wünschen dir einen guten plastikfreien Einkauf und freuen uns über deine Ideen, Fragen und Anregungen!
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