Energiespartag am 05. März

März 05, 2021 6 Minuten Lesezeit

Energiespartag am 05. März

Jedes Jahr am 5. März ist Internationaler Energiespartag. An diesem Tag steht seit der Einführung des Tages im Jahre 2001 besonders das Thema Energieeffizienz im Fokus, da Energie sparen mindestens zwei gute Effekte hat: Zum einen können nur so die Klimaziele erreicht werden und zum anderen kann gleichzeitig Geld gespart werden. 

Es gibt unzählige Wege und Möglichkeiten, Energie zu sparen, wobei es viel wichtiger ist, diese dann auch in die Tat umzusetzen. In diesem Beitrag zeigen wir auf, in welchen Bereichen und mit welchen Methoden sich echte Potentiale zum Energiesparen befinden und wie diese umgesetzt werden können.

Es wird geschätzt, dass 15% des deutschlandweiten CO2-Ausstoßes auf private Haushalte entfallen. Während die Verschmutzung zunimmt und die Umwelt leidet, steigt die Nachfrage nach Energie stetig. Mit dem Internationalen Energiespartag soll ein weltweites Bewusstsein hierfür geschaffen werden, denn jeder einzelne Mensch kann ganz einfach Energie sparen.

Wir möchten dir hier aufzeigen, wo genau sich die großen Energiesünden verbergen und wie du diese gekonnt austricksen und gleichzeitig Energie einsparen kannst.

So sparst du richtig Energie 

Energiesünden in der Küche

Gerade in der Küche kannst du viel Energie einsparen. Hast du schon einmal darauf geachtet, ob du beim Kochen das passende Kochfeld verwendest? Wenn dein Topf kleiner ist, als das Feld, das du erhitzt, verschwendest du Energie. Außerdem kannst du Energie einsparen, wenn du während des Kochens Töpfe oder Pfannen mit Deckeln verschließt, da die Wärme dann nicht entweichen kann und es weniger Energie benötigt, den Topfinhalt zu erhitzen.

Gasherd heizt drei Flächen

Ein anderer Aspekt ist das Vorheizen und Auskühlen des Backofens. Viele Menschen geben das Essen erst in den Ofen, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Es ist aber genauso möglich, das Essen bereits ab dem Zeitpunkt, zu dem der Ofen heizt, hineinzugeben. Darüber hinaus kann der Ofen auch häufig schon vorzeitig ausgestellt werden, obwohl das Essen noch ein paar Minuten im Ofen bleiben soll, da der Ofen die Hitze über eine längere Zeit hin aufrecht erhält und das Essen noch gleichbleibend weiter wärmt.

Besitzt du einen Schnellkochtopf? Dieser trägt seinen Namen nicht zu Unrecht, denn durch Druckaufbau erhitzt dieser Essen deutlich schneller als konventionelle Töpfe. So lassen sich beispielsweise Kartoffeln im Schnellkochtopf innerhalb von 10-15 Minuten kochen, während sie im normalen Topf mindestens 25 Minuten brauchen. Es kann also durch den Gebrauch eines Schnellkochtopfs auch Energie eingespart werden.

Der Kühlschrank ist auch ein großer Energiefresser in der Küche. Wer kennt es nicht, dass beim Rausholen oder Einräumen mehrerer Dinge die Kühlschranktür mal eben eine gute Minute offen stehen bleibt. Diese offene Tür ist verschwendete Energie, da der Kühlschrank zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Energie benötigt, um die kühle Temperatur im inneren aufrecht zu erhalten. Ähnlich viel Energie wird benötigt, wenn noch warme oder gar heiße Speisen in den Kühlschrank gestellt werden. Besser ist es, diese vorab abkühlen zu lassen und erst später in den Kühlschrank zu stellen. Gleiches gilt selbstverständlich für die Gefrierkühltruhe.

Wie oft läuft bei dir Zuhause die Spülmaschine? Und läuft diese dann, wenn es wirklich notwendig ist und sie voll ist, oder läuft sie auch nur halbvoll? Große Töpfe, Pfannen und Schüsseln nehmen Unmengen an Platz in Spülmaschinen ein, weswegen diese in Haushalten, wo täglich gekocht wird, jeden Tag voll sein kann. Manchmal spart es den ein oder anderen Spülmaschinenlauf, wenn ein kaum dreckiger Topf, wie beispielsweise der von Nudeln, Kartoffeln oder Reis, kurz per Hand abgespült wird. Darüber hinaus sollte die Spülmaschine nur dann laufen, wenn sie voll ist, und nicht, weil du eine bestimmte Dose oder einen Teller am nächsten Tag benutzen möchtest und dieser aber gerade in der halbvollen Spülmaschine liegt. Aber Vorsicht - zu voll spült die Spülmaschine manchmal auch nicht alles richtig sauber, sodass im schlechtesten Fall die Hälfte des Geschirrs danach nochmal gespült werden muss, was keinesfalls du einem Einsparen von Energie führt.

Energie sparen

    Energiesünden im Badezimmer

    Auch das Badezimmer verbirgt viele Tücken, die Energie fressen, ohne dass du dir darüber vielleicht im Klaren bist. Wenn du deinen Wasserverbrauch im Auge behältst, kannst du eine Menge Energie einsparen. Ein Beispiel hierfür ist der Wasserverbrauch pro Dusche, welcher zwischen 30 und 80 Litern Trinkwasser liegt. Im Vergleich dazu benötigt es zum Befüllen einer Badewanne zwischen 140 und 200 Liter. Die Dusche ist also die deutlich energiesparendere Wahl. Das bedeutet aber nicht, dass du nie wieder baden sollst, sondern dann du aber konkret überlegst, wann es ein Bad sein muss und wann die Dusche vielleicht ausreicht.

    Außerdem kannst du die Länge deiner Duschzeit selbst bestimmen. Eine Möglichkeit ist es hier, das Wasser abzustellen, während du deine Haare oder deinen Körper einseifst. Prinzipiell sparst du natürlich Wasser ein, umso kürzer du duschst und umso kälter du duschst. Hast du schon einmal eine kalte Dusche ausprobiert? Diese kann deine Lebensgeister beleben und dich aufwecken und bringt vor allem den Blutdruck in Schwung.

    Für die Waschmaschine gilt ähnliches wie für die Spülmaschine. Sie sollte nur laufen, wenn sie voll ist und es wirklich notwendig ist. Wenn du gestern dein Lieblings-T-Shirt bekleckert hast und sonst kaum Wäsche hast, ist es nicht notwendig, es direkt zu waschen. Generell reicht es häufig aus, Kleidung die riecht, ein paar Stunden im Freien aufzuhängen und durchzulüften. Nicht jedes Kleidungsstück muss nach wenigen Stunden Tragezeit in die Waschmaschine wandern. 

    Darüber hinaus ist es wichtig, die richtige Temperatur beim Waschen auszuwählen. Häufig reicht es aus, die Wäsche bei 30 oder 40 Grad zu waschen. Auch muss lange nicht alle Wäsche nach Farben getrennt werden, um sauber zu werden und sich nicht zu verfärben.

    Waschmaschine

    Energiesünden in der gesamten Wohnung

    Laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie verbrauchen wir 2/3 unserer Energie allein für das Heizen. Um diese Energie einzusparen, ist es wichtig, richtig zu lüften: kurz, mit weit geöffnetem Fenster und abgedrehter Heizung. So kannst du schon bis zu 610 Kilogramm CO2 bzw. 180 Euro pro Jahr einsparen im Vergleich zu immer gekippten Fenstern bei kalten Außentemperaturen. Mehr zum Thema richtiges Heizen erfährst du in unserem dazugehörigen Blogbeitrag.

    Des Weiteren ist es sinnvoll, den Heizkörper nicht mit Gegenständen zuzustellen, denn wenn dieser vollgestellt ist, geht Wärme verloren. Auch kann sich leichter Schimmel bilden, wenn der Heizkörper nicht freisteht. Achte darauf, dass du die Heizung nur dann benutzt, wenn du sie wirklich brauchst. Oft hilft es bereits, noch einen Pulli anzuziehen oder auch Türen zu schließen, um die richtige Raumtemperatur zu erzeugen. Räume, in denen du dich kaum oder gar nicht aufhältst, musst du gar nicht oder nur wenig heizen.

    Mache dir außerdem bewusst, welche Mengen an Energie deine elektronischen Geräte verbrauchen, insbesondere dann, wenn du sie anlässt, obwohl du schläfst oder nicht Zuhause bist. Möglicherweise hilft es dir, wenn du mit einem Knopf an deiner Steckerleiste alle Geräte auf einmal ausschalten kannst. Dadurch kannst du rund 100 Euro und 220 Kilogramm CO2 einsparen (Jahreswert bei 5 Geräten mit je 10 W Stand-By Leistung).

    Deine Energie kannst du entweder von einem Ökostrom-Anbieter beziehen oder dich einer alternativen Form von Energie bedienen, wie beispielsweise Solarzellen. Aber warum ist Ökostrom eigentlich so wichtig? Ökostrom steigert den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch nachhaltig und reduziert den Verbrauch von fossilen Energieträgern. So wird zusätzlich die Menge an teuren Energieimporten wie Erdöl gesenkt, welche, wie wir wissen, begrenzt sind. Aber für welchen Ökostrom-Anbieter du dich bei der mittlerweile großen Auswahl entscheiden sollst, ist nicht immer leicht. Echter Ökostrom kommt von Anbietern, die erneuerbare Energien aktiv ausbauen und wird zu 100% aus erneuerbaren Energien hergestellt. In der Regel sind diese Anbieter außerdem nicht an Atomkraft beteiligt.

    Comic zum Energiesparen

    Auch Lampen und Beleuchtung können für einen hohen Energieverbrauch sorgen. Achte einmal darauf, ob du eventuell mehr Räume beleuchtest, als du aktiv nutzt. Vor allem nachts sollte keine Beleuchtung vergessen werden, denn diese frisst Energie und das über mehrere Stunden hinweg.

    Auch Elektrogeräte wie Fernseher, Drucker oder Computer, die Strom ziehen, sollten nur dann angeschaltet sein, wenn sie auch wirklich gebraucht werden. Daher ist es sinnvoll, diese wenn du nicht Zuhause bist oder über Nacht ganz auszuschalten. Achtung: Stand-By bedeutet nicht, dass das Gerät keinen Strom benötigt.

    Manch altes Elektrogerät verbraucht mehr Energie als neuere Modelle. Hier ist es eventuell sinnvoll, diese durch Neuware zu ersetzen, um Energie zu sparen. Wichtig ist abzuschätzen, ab welchem Punkt es sich nicht nur des Geldes wegen, sondern auch der Umwelt wegen ein altes Gerät auszutauschen, um Energie zu sparen. Achte beim Neukauf vor allem darauf, welche Energieklasse die Geräte haben.

    20 Tipps - so gelingt es dir, Energie einzusparen

    Tipps für die Küche

    • Deckel verwenden beim Kochen
    • Passende Platte für Topfgröße verwenden
    • Vor- und Nachheizen beim Backofen mit nutzen
    • Schnellkochtopf verwenden
    • Kühlschranktür schließen
    • Warmes Essen auskühlen lassen
    • Spülmaschine nur voll laufen lassen

    Offener Kühlschrank

    Tipps fürs Badezimmer

    • Wasserverbrauch beobachten
    • Lieber duschen statt zu baden
    • Waschmaschine nur voll laufen lassen
    • Wasser beim Einseifen ausstellen
    • Richtige Temperatur beim Waschen auswählen

    Tipps für die gesamte Wohnung

    • LED und Energiesparlampen verwenden
    • Richtig und regelmäßig lüften
    • Heizen nur in aktiv genutzten Räumen
    • Heizkörper nicht zustellen
    • Mehrfachstecker mit Ausschaltknopf verwenden
    • Elektrogeräte nach Aufladung ausstecken
    • Beleuchtung nur in aktiv genutzten Räumen nutzen
    • Zu Ökostrom wechseln

    Fazit

    Wir hoffen, dass wir dir passend zum heutigen Energiespartag ein paar hilfreiche Tipps geben konnten, wie du Energie einsparen kannst. Erzähle doch deinen Freunden und deiner Familie davon und motiviere auch diese dazu, langfristig bewusster Energie einzusparen.

    In unserem aktuellen E-Book, das du als Newsletter-Alltagsheld:in gratis erhältst, geben wir noch viele weitere Tipps rund um Nachhaltigkeit im Alltag. Darüber hinaus erfährst du auch auf unserem pandoo-Blogeiniges mehr zum Thema Nachhaltigkeit und bewusster Lebensstil. Schau gerne vorbei, wir freuen uns!


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