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September 18, 2020 4 min lesen.

Dass Bambus als nachhaltige Alternative immer mehr Zuspruch erhält, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Und dass wir von pandoo besonders große Bambus Fans sind, sollte euch schon bekannt sein. Anlässlich des Weltbambustags am 18.09.2020 möchten wir ein wenig genauer Aufklären, wieso Bambus als so umweltfreundlich gilt und was die Pflanze wirklich alles kann. 

Weltbambustag

Da immer mehr Menschen ein so großes Potenzial in Bambus sehen gibt es dieses Jahr schon zum 11. Mal den Weltbambustag. Dieser wurde von der WBO (Welt Bambus Organisation) ins Leben gerufen, um die außergewöhnliche Pflanze für eine nachhaltigere Zukunft zu feiern. Die WBO möchte die den Anbau sowie die Nutzung von Bambus fördern und der Allgemeinheit zeigen, wie wichtig Bambus als natürliche Ressource für unsere Zukunft ist.

unendliche Ressource Bambus

Die 6 wichtigsten Fakten zu Bambus

1. Bambus ist eine der schnellst nachwachsenden Pflanzen der Welt, bis zu 1,6 m pro Tag

2. Bambus wächst nach der Ernte aus dem geschnittenen Halm einfach weiter

3. Bambus benötigt kaum Pestizide, Düngemittel und nur wenig Wasser 

4. Bambus wächst beinahe überall und sehr viel 

5. Bambus erzeugt sehr viel Biomasse und Sauerstoff, mehr als Bäume 

6. Bambus ist eine unendliche Ressource 

 

Was macht den Bambus so nachhaltig? 

Wenn man von Bambus im Allgemeinen spricht, kann das oft irreführend sein, da es sehr viele verschiedene Bambusarten gibt, um die 1500 verschiedene Arten. Die verschiedenen Bambusarten variieren in Größe, Form und Beschaffenheit. Der Moso Bambus ist beispielsweise ein sehr großer und robuster Bambus, welcher sich besonders gut verarbeiten lässt. Dieser wird, aufgrund der besagten Beschaffenheit, beispielsweise auch gar nicht von Pandas gefressen.

Bambus kann beinahe überall wachsen. Beheimatet ist der Bambus auf allen Kontinenten bis auf die Antarktis und Europa.

Bambus gehört zu den Süßgräsern und ist damit kein Baum. Das besondere an Bambus ist, dass er rasant schnell wächst und die am schnellsten nachwachsende Pflanze ist. Somit stellt Bambus eine unendliche Ressource dar. Im Gegensatz zu Holz stirbt der Bambus beim Fällen nicht direkt ab, sondern wächst direkt wieder nach. Damit kann er in großen Mengen gefällt werden, ohne dass dabei der Bambusbestand verringert wird. Die besonders dicken Wurzelsysteme helfen dem Bambus dabei, dass sich die Pflanze besonders schnell regenerieren kann und neue Halme bilden kann. Zusätzlich helfen die stabilen Wurzeln dabei Erosionen aufzuhalten.

Ein weiterer Vorteil von Bambus ist, dass er überdurchschnittliche Mengen an Biomasse und Sauerstoff erzeugt. Im Vergleich zu Bäumen produziert Bambus 35% mehr Sauerstoff. 

Anschließend hat Bambus den großen Vorteil, aufgrund der robusten Beschaffenheit, beim Anbau kaum Pestizide und Düngemittel zu benötigen und kommt auch ohne künstliche Bewässerung aus. 

Bambus als nachhaltige Alternative 

Gerade als Ersatz zu Plastik ist Bambus sehr beliebt und um einiges umweltfreundlicher. Der Vorteil an Bambus ist dabei, dass er biologisch abbaubar ist. Plastik benötigt dagegen sehr, sehr lange um sich wieder zu zersetzen. Außerdem ist Bambus in der Produktion weitaus weniger riskant also die Produktion von Rohöl.

Bambus ist im Allgemeinen universell einsetzbar, es ist sehr leicht, stabil, formbar und langlebig. Weshalb Bambus eine unkomplizierte und trotzdem nachhaltige Alternative zu vielen herkömmlichen Produkten bietet. Gute Beispiel hierfür sind Bambus Zahnbürsten, wiederverwendbare Abschminkpads oder wiederverwendbare Bambus Küchenrollen.

wiederverwendbare Bambus Küchenrolle

Wie fair ist die Anpflanzung von Bambus?

Da Bambus nicht in Europa wächst, kommt er momentan noch zum Großteil aus Asien. Die Arbeitsbedingungen in Asien sind oft noch nicht vergleichbar mit Deutschland, weshalb oft daran gezweifelt wird, dass der Anbau von Bambus nicht sozial vertretbar ist. Dabei ist eigentlich das Gegenteil der Fall. Der Anbau von Bambus ist noch kaum industrialisiert und wird daher von vielen Kleinbauern betrieben. Bambus wird daher nicht in Massenproduktion betrieben und schafft damit weitere faire Arbeitsplätze.

Sind Bambusprodukte wirklich nachhaltiger?

Aufgrund der längeren Transportwege der Bambusprodukte aus Asien, ist der CO2 Ausstoß ein kritischer Punkt, welcher nicht außer Acht gelassen werden sollte. Wir von pandoo möchten hierfür Verantwortung übernehmen und kompensieren die gesamten CO2 Emissionen, welche durch den Transport entstehen, durch eine Zusammenarbeit mit ClimatePartner. ClimatePartner berechnet die entstandenen CO2-Emissionen und gleicht sie dann über anerkannte Klimaschutzprojekte aus. Wir investieren das Geld in einen Windpark in Guyuan, China. Damit möchten wir China dabei helfen nachhaltige Energien zu fördern.

Bei dem Anbau von Bambus und der Produktion von Bambusprodukten ist es außerdem sehr wichtig, als Unternehmen Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet, es muss eng mit den Partnern und Bauern zusammen gearbeitet werden und diese auch genau kontrolliert werden. Dabei ist es sinnvoll, die Produkte unabhängig prüfen zu lassen, beispielsweise durch eine FSC-Zertifizierung. Das Hygienepapier von pandoo (Toilettenpapier und Taschentücher) beispielsweise stammt von FSC-Zertifizierten Plantagen.

Alles in allem kann man sagen, dass Bambusprodukte nachhaltiger sind, da die Pflanze einfach so schnell und effizient nachwächst. Bei den Bambusprodukten ist es wichtig, wie auch bei allen anderen Produkten, bewusst mit ihnen umzugehen um so lange wie möglich etwas von den Produkten zu haben. Außerdem ist die richtige Entsorgung der Produkte immer wichtig.  

Nachhaltoger Rohstoff Bambus

Die Optionen für Bambus als nachhaltige Alternative sind unendlich. Mit pandoo möchten wir immer mehr plastik- und holzfreie Alternativen anbieten um den Einstieg in einen nachhaltigen Alltag zu erleichtern. Wir glaube nur so mit unendlichen, natürlichen Alternativen wie Bambus, können wir gemeinsam für die Erde einen Unterschied bewirken, für eine plastikfreie Welt ohne Abholzung!

 

 


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