Wie gelangt der Plastikmüll in die Ozeane?

März 23, 2020 11 Minuten Lesezeit

Wie gelangt der Plastikmüll in die Ozeane?

Sicher weißt du, dass sehr viele Einweg-Plastikprodukte nach einer unterschiedlich langen Flussreise im Meer landen. Weltweit gilt der Jangtsekiang in China als der am meisten belastete Fluss. Einwegplastik wie Wattestäbchen, Zahnbürsten, Plastikbecher und Plastikflaschen aller Art werden von vielen Menschen aus Achtlosigkeit oder Unwissenheit in Flüssen entsorgt. Mikropartikel aus Kleidung, Kosmetik oder Wasch- und Reinigungsmitteln gelangen über die Kanalisation in die Flüsse.

Je länger ein Fluss ist, umso mehr Plastikmüll, Fragmente oder Mikropartikelchen aus Kunststoff befinden sich darin. In Europa ist der Rhein Spitzenreiter. Mit 1.233 Kilometern Länge fließt er durch Deutschland, Frankreich, die Schweiz, die Niederlande, Österreich und Liechtenstein. Auf seiner Reise durchquert der Rhein auch den Bodensee und nimmt dort weitere Partikel bis zu seiner Mündung in die Nordsee auf. Die Zuflüsse zum Rhein bringen ebenfalls ihren Anteil an Kunststoffen an den Mündungsort mit. Dadurch potenziert sich die Müllmenge immer weiter, die schließlich im Meer landet.

 

Müllentsorgung im Fluss in Asien Plastikproblem im Meer

Weltweite Entsorgung von Plastikmüll in Flüssen, Seen und Meeren

Die weltweite Produktion von Plastik macht eine fachgerechte Entsorgung und Aufbereitung immer schwieriger. Noch dazu ist das Bewusstsein über die große Gefahr bei vielen Menschen noch nicht sehr ausgeprägt. Ein trauriges Beispiel ist Asien. 2017 gelangten über den Jangtsekiang nahezu 17 Millionen Tonnen Kunststoffmüll ins Meer und man nimmt an, dass es 2025 18 Millionen Tonnen sein werden. Mehr als die Hälfte des Mülls stammt aus nur fünf Ländern. Dazu gehören neben China auch Indonesien, Thailand, die Philippinen und Vietnam – das besagt ein Report der Ocean Conservancy und des McKinsey Center for Business and Environment. Bei starkem Wind fliegen die leeren Mülltüten im chinesischen Dalian kilometerweit bis auf die Dächer der Hochhäuser und hinaus aufs Meer, um nur ein Beispiel zu nennen.

 

Wirtschaftlicher Aufschwung versus mangelhafte Müllverwertung

Der wirtschaftliche Aufstieg sowie unzureichende Entsorgung und Verwertung führt in diesen Ländern Asiens nach und nach zum Super-GAU: Der Müll landet zu über 60 Prozent in irgendeinem Gewässer, bringt die Seen und Flüsse allmählich zum Kippen und die Tiere darin sterben. Zudem wird der Müll zu einer Gefahr für das Trinkwasser. Zwar gibt es an einigen Orten Müllsammler, aber sie tragen kaum zur Verbesserung bei. Statt mit zehn Stunden Arbeit ungefähr 50 Cent zu verdienen, konzentrieren sie sich lieber auf Flaschen. Damit kommen sie im Schnitt auf vier Dollar, was ihnen und ihren Familien beim Überleben hilft. Ähnlich sieht es in Afrika aus und durch Müllimporte aus anderen Ländern wird es nicht besser.

 

Ein Umdenken an der Basis ist erforderlich

Vergleichsweise weniger Kunststoffmüll landet aus europäischen Ländern und Nordamerika im Meer – dennoch ist es immer noch viel zu viel. Trotz vorbildlicher Recyclingsysteme entsteht nach wie vor Müll im Überfluss. Viel davon ließe sich vermeiden, wenn er erst gar nicht hergestellt würde, sofern es Alternativen gibt. Wattestäbchen oder Zahnbürsten gibt es aus Holz oder Bambus und PET-Flaschen kannst du durch Mehrweg-Glasflaschen ersetzen. Angesichts der herannahenden Katastrophe sollten wir bereit sein, unsere Gewohnheiten zu ändern, auch wenn es manchmal schwerfällt. Aber: Wir haben nur diese eine Erde.

 

Plastik im Meer – Statistiken und Fakten

Nachdem das Plastik ins Meer gelangt ist, wird es von verschiedenen Strömungen erfasst und weitertransportiert. Der spanische Forscher Andrés Cózar Cabañas sammelte mit einem internationalen Team Wasserproben auf der ganzen Welt und präsentiert die Ergebnisse in einer Weltkarte. Darauf erkennst du die fünf größten subtropischen Wirbel, durch die sogenannte Plastikinseln entstehen.

Plastikproblem im Meer durch Flüsse und Seen

Die fünf größten Müllstrudel

  1. Nordpazifik zwischen Honolulu und Los Angeles
  2. Südpazifik westlich von Valparaíso
  3. Nordatlantik zwischen Nordamerika, Portugal und Afrika
  4. Südatlantik zwischen São Paulo in Südamerika und Kapstadt in Südafrika
  5. Indischer Ozean von Südafrika bis Australien

 

Plastikinseln im Meer – trauriges Erbe für nachfolgende Generationen

Die schlimmsten Müllsünden der Menschheit und ihre Zersetzungszeiten im Meer sind laut Statista folgende:

  • 20 Jahre für eine Plastiktüte
  • 50 Jahre für einen Styroporbecher
  • 200 Jahre für eine Getränkedose aus Plastik
  • 450 Jahre für Wegwerfwindeln und Plastikflaschen
  • 600 Jahre für Angelschnüre sowie Fischernetze aus Kunststoff

Du erkennst sicher, dass Greta und die „Fridays for Future“-Bewegung allen Grund haben, auf die Barrikaden zu gehen. Es geht nicht nur um den Klimawandel, sondern um den Umgang mit der Natur allgemein.

 

Was versteht man unter Mikroplastik und warum ist es so gefährlich?

Als Mikroplastik werden Plastikteilchen von unter fünf Millimetern Größe bezeichnet. Oft sind es Zwischenprodukte aus der Kunststoffherstellung oder sie fallen als Granulat in Reinigungs- und Pflegeprodukten an. Kleinste Plastikteilchen entstehen auch bei der Wäsche durch Abrieb von Textilien aus chemisch hergestellten Fasern. Sie gelangen über das Abwasser in die Flüsse und von dort ins Meer. Umweltwissenschaftler der Uni Basel untersuchten 2015 die Zusammensetzung und die Menge von Plastikteilchen an der Wasseroberfläche des Rheins.

 

Die Ergebnisse sind ernüchternd

Was die Forscher der Uni Basel herausfanden, ist erschreckend: Der Rhein ist im Schnitt mit beinahe 900.000 Mikroplastik-Partikelchen pro Quadratkilometer belastet. Inzwischen dürfte die Menge noch zugenommen haben. Eine Probenahme in Rees zeigte, dass der Rhein täglich alleine an der Oberfläche mehr als 191 Millionen Plastikteilchen in Richtung Nordsee befördert. Auf ein Jahr umgerechnet sind das immerhin zehn Tonnen.

 

Unterschiedliche Belastung in verschiedenen Rheinabschnitten
  • 202.900 Partikel pro Quadratkilometer zwischen Basel und Mainz
  • 714.053 Partikel pro Quadratkilometer zwischen Bad Honnef, Köln-Porz und Leverkusen
  • 2.333.665 Partikel pro Quadratkilometer in der Rhein-Ruhr-Region
  • 3,9 Millionen als Spitzenwert in Rees am Niederrhein = 21.839 Partikel/1000 Kubikmeter

 

In den Seen sieht es weltweit nicht viel besser aus
  • 220.000 Partikel pro Quadratkilometer im Lago Maggiore und im Genfer See
  • 105.503 Partikel pro Quadratkilometer im nordamerikanischen Eriesee

Die besondere Gefahr von Mikroplastik besteht darin, dass es früher oder später in der Nahrungskette landet – dafür gibt es längst eindeutige Beweise.

 

Mikroplastik in Fischen und Meeresfrüchten

Plastik aus Kosmetikprodukten oder Verpackungen, das in Flüsse gelangt, landet irgendwann im Meer. Wind und Wellen sowie die UV-Strahlung der Sonne zerkleinern Plastikdosen, Tassen, Becher, Kosmetikflaschen und alles, was aus Kunststoff besteht, wodurch ebenfalls Mikroplastik entsteht. Die Konzentration steigt also immer weiter an. Dabei gibt es längst Alternativen, zum Beispiel zu Plastikgeschirr. Laut Manfred Santen, dem Chemie-Experten von Greenpeace, haben die türkischen Greenpeace-Forscher in einer groß angelegten Studie Mikroplastikteilchen in Garnelen, Muscheln und Fischen aus dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer gefunden. Das ist nicht verwunderlich, wenn jährlich zehn Millionen Tonnen Plastikmüll die Meere erreicht.

Leider sind dies nicht die einzigen Tiere, die unter dem Müll leiden. Auch zahlreiche Meeresvögel, Meeressäugetiere, Schildkröten und andere Meeresbewohner sind betroffen. Immer mehr Tiere verenden an dem unverdaulichen Plastik, das sie mit Nahrung verwechseln. Sie verhungern oder verdursten mit gefüllten Mägen. Welche gesundheitlichen Folgen die Menschen davontragen, ist noch nicht endgültig erforscht. Es gibt aber Hinweise, dass sich Mikroplastik negativ auf das Immun- und Hormonsystem auswirkt – mit möglicherweise weitreichenden Problemen, denn im Oktober 2018 wurden erstmals winzige Partikel in einem menschlichen Darm nachgewiesen.

 

Meerestiere sterben an Plastik Schildkröte

Wie viele Tiere sterben jährlich an Plastik?

Anfang April 2019 wurde ein Pottwal vor Sardinien entdeckt, mit 22 Kilogramm Plastik im Magen. Das ist leider nur ein Beispiel von vielen. In einem Schnabelwal vor den Philippinen fand sich sogar die doppelte Menge. Der WWF weist darauf hin, dass Plastik Giftstoffe wie Weichmacher oder Flammschutzmittel enthalten kann, die den Meeresbewohnern Schaden zufügen könnten. Einmalrasierer und scharfkantige Teile sind ebenfalls sehr gefährlich. Der WWF schätzt, dass mehr als 800 Tierarten an den Küsten und in den Meeren stark gefährdet sind. Wie viele Tiere tatsächlich am Plastikmüll verenden, kann niemand genau sagen – von einigen Millionen kann man aber sicher ausgehen.

 

Plastikmüllvermeidung

Derzeit gibt es noch keine effektive Möglichkeit, Mikroplastik aus den Binnengewässern oder Meeren zu entfernen. Deshalb lautet die einzige vernünftige Alternative: Vermeidung von Plastikartikeln! Jeder Einzelne kann dazu beitragen – auch du –, den Plastikverbrauch drastisch zu reduzieren. Selbst Kinder sollten schon für das Thema sensibilisiert werden, am besten in der Schule. Lehrmaterialien für Schulkinder gibt es hier. Die Hauptverantwortung trägt jedoch die Verpackungsindustrie. Marktwirtschaft hin oder her, es muss ein Umdenken stattfinden. Unnütze Dinge dürfen erst gar nicht entstehen. Nur so kann die Menge reduziert werden, denn allein in Deutschland fallen jedes Jahr durch Verpackungen etwa drei Millionen Tonnen Plastikmüll an.

 

Ocean Clean Ups Aufräumaktionen am Strand

Projekte und Organisationen gegen Plastik im Meer

Neben den Organisationen Greenpeace und World Wide Fund for Nature (WWF) gibt es viele kleinere Organisationen und Universitäten, die ihre Forschungen der Säuberung der Meere widmen. Außerdem haben viele Einzelpersonen gute Ideen, wie man etwas gegen die Plastikansammlungen im Meer tun kann. Vielleicht fällt dir ebenfalls etwas Nützliches dazu ein. Alle Bemühungen sind bisher eher ein Tropfen auf den heißen Stein, aber dennoch dringend notwendig.

 

1. The Ocean Cleanup – der Meeresrechen von Boyan Slat

Der Niederländer Boyan Slat hat sich 2014 „The Ocean Cleanup“ ausgedacht. Ein schwimmender Meeresrechen in Form eines U sollte Plastikmüll aus dem Meer fischen. Das U war mit einem Unterwassernetz ausgestattet, das über den Ozean gleiten sollte. Für den ersten Versuch hatte sich Slat ausgerechnet den größten Müllstrudel der Welt ausgesucht, den Great Pacific Garbage Patch zwischen Kalifornien und Hawaii. Leider brachen nach einiger Zeit Teile ab und er musste vorerst aufgeben. Inzwischen hat er sein Projekt weiterentwickelt und ein kompakteres Modell in Modulbauweise hergestellt, mit dem er einen erneuten Versuch wagen will.

 

2. Pacific Garbage Screening – der Wasserfilter von Marcella Hansch

Dieses Projekt aus Deutschland der Aachener Architektin Marcella Hansch entstand aus einer Masterarbeit. Die Grundlage dafür ist eine schwimmende Plattform, deren Bauweise es ermöglicht, Plastikpartikel aus dem Wasser zu filtern. Weil das Projekt ohne Netze auskommt, werden die Meereslebewesen bei diesem Verfahren nicht gefährdet. Die Plattform soll außerdem energetisch völlig autark arbeiten.

 

3. WasteShark – die Staubsaugerdrohne

Mit einer Drohne, die einem Staubsauger ähnelt, wird der Müll bereits in den Häfen eingefangen und daran gehindert, ins Meer zu treiben. Sie sammelt neben Plastikmüll und Mikroplastikpartikeln auch Umweltdaten und Wasserproben. Erfahrungen gibt es bereits in den Häfen von Rotterdam und Dubai. Die Wasserdrohne funktioniert autonom und ist so konzipiert, dass sie nicht mit anderen Verkehrsteilnehmern kollidiert. 35 Zentimeter unter dem Meeresspiegel befindet sich an dem Gerät eine Öffnung, ähnlich dem Maul eines Hais. Diese Öffnung sammelt circa 500 Kilogramm Plastikmüll aus dem Wasser, der anschließend aufgearbeitet wird. Die Wasserdrohne hat eine Laufzeit von 16 Stunden und ist rund um die Uhr einsatzfähig.

 

4. One Earth – One Ocean mit dem Müll-Verarbeitungsschiff Seeelefant

OEOO filtert mit einem speziell dafür umgebauten Katamaran, der „Seekuh“, Plastikmüll aus dem Wasser. Dieser wird anschließend recycelt oder in Öl zurückverwandelt. Noch finden Trennung und Recycling an Land statt, aber für die kommenden Jahre ist der Bau eines autarken Energieschiffes – dem „Seeelefanten“ – in Planung. Das umgebaute Frachtschiff mit Verölungsanlage und eigenständigem Labor produziert direkt an Bord Treibstoff aus Plastikabfall. Der wird dann an Anrainerstaaten verkauft oder für eine mobile Tankstelle auf hoher See verwendet. Das bordeigene Labor mit Spektrometer ermöglicht die Analyse von Wasserproben. Damit lässt sich die Menge des Mikroplastiks sowie die Art der Kunststoffe feststellen. Im März 2018 präsentierte OEOO der interessierten Öffentlichkeit das weltweit erste zertifizierte Müllsammelschiff im chinesischen Hongkong.

 

5. „Fishing for Litter“ – Fischer sammeln Plastikmüll

Das Projekt der Umweltorganisation KIMO involviert die Fischerei-Industrie in den Einsatz für ein plastikfreies Meer. Die Fischer sollen den Müll aufsammeln, der beim Fischfang zwangsläufig mit im Netz landet, und in große Säcke werfen. Damit der Müll aus Kostengründen oder mangels Kapazität nicht wieder im Meer landet, stellt „Fishing for Litter“ die Säcke bereit. In den Häfen geben teilnehmende Fischer die Säcke an Sammelstellen ab und tragen so zu einer kostenfreien und umweltgerechten Entsorgung bei. In Deutschland vertritt der NABU die Organisation KIMO an den Häfen der Nord- und Ostsee. KIMO wurde 1990 im dänischen Esbjerg mit dem Ziel gegründet, die Meere in Nordeuropa zu schützen und deren Gesundheit wiederherzustellen. Inzwischen gehören über sechs Millionen Menschen aus verschiedenen Ländern dazu.

 

6. Healthy Seas – Entfernung und Verwertung von alten Fischernetzen

Bei Healthy Seas handelt es sich um eine branchenübergreifende Initiative, die von zwei Textilunternehmen und zwei NGOs (nicht staatliche Organisationen) gegründet wurde, um den Plastikmüll im Meer zu bekämpfen. Healthy Seas ist in mehreren Ländern aktiv. In groß angelegten Aktionen entfernen Taucher vor allem alte Fischernetze aus den Meeren. Diese Netze werden später zu speziellen Nylongarnen recycelt. Daraus entstehen wiederum andere Textilprodukte wie Teppiche oder Kleidung.

 

7. Seabin – der schwimmende Meeresmülleimer

Die „Meeresmülleimer“ der australischen Surfer Peter Ceglinski und Andrew Turton funktionieren ganz ähnlich wie die WasteSharks zur Wasserreinigung in den Häfen. Die Seabins schwimmen an der Wasseroberfläche und filtern mithilfe einer elektrischen Pumpe Plastikmüll aus dem Wasser. Dabei reinigen sie gleichzeitig das Wasser mit einem Ölfilter. Sie werden bereits seit 2017 an mehreren Häfen weltweit erfolgreich eingesetzt.

 

8. Clean Oceans International macht aus Plastikmüll Brennstoff

COI ist eine Non-Profit-Organisation aus Kalifornien, die schon seit 2008 existiert. Zunächst fischten ihre Mitglieder Müll mit Schleppnetzen aus dem Meer. Inzwischen konzentrieren sie sich auf das Recyceln von Plastik und arbeiten gemeinsam mit der Firma EcoFuel an kleinen Reaktoren, die Plastik in Brennstoff umwandeln.

 

9. The Plastic Bank – wandelt Plastikmüll in Zahlungsmittel um

David Katz und Shaun Frankson verfolgen in Haiti einen völlig anderen Ansatz: Plastikmüll gilt hier als Währung, damit er nicht im Meer landet. Die Menschen auf Haiti können den gesammelten Müll einfach gegen andere Wirtschaftsgüter eintauschen. Die eingetauschten Kunststoffabfälle werden anschließend recycelt und weiterverkauft. Große Unternehmen wie IBM und Lush kaufen den Recyclingkunststoff auf und unterstützen damit die Löhne der Einheimischen sowie das Säubern der Meere und Strände.

 

10. 4Ocean organisiert weltweite Aufräumaktionen an Stränden

Bestimmt hast du schon von Beach-Clean-ups gehört. Aus dem Plastik, der von 40ocean gesammelt und recycelt wird, entstehen Armbänder. Sie dienen der Finanzierung des Projektes und der dafür nötigen Maschinen und Materialien. Jedes Armband kostet 20 US-Dollar und ist in verschiedenen Farben erhältlich. Der Erlös wird zudem für die Werbung zur Expansion der Bewegung in andere Länder genutzt. Jedes Armband besteht aus etwa einem Pfund Kunststoffmüll.

 

Was jeder tun kann, um den Plastikteppich im Meer nicht zu vergrößern

Das waren nur zehn Projekte und Initiativen zur Beseitigung von Plastikmüll im Meer. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere Initiativen in vielen Ländern, um Strände von Müll zu befreien. Wir von pandoo möchten ebenfalls etwas tun, damit weniger Plastikmüll ins Meer gelangt. Mit unseren Produkten aus Bambus kannst du sicher sein, das Richtige zu tun und die Umwelt zu entlasten. Mit freiwilligen Müllsammelaktionen rund um deinen Wohnort oder in der Natur entlang der Flüsse leistest du ebenfalls einen wichtigen Beitrag, dass weniger Mikroplastik oder Mülltüten in den Gewässern landen. Wenn Millionen Menschen umdenken, sind die Meere vielleicht noch zu retten.

 

Bei der Herstellung und dem Konsum von Plastikartikeln auf die Bremse treten

Es gab eine Zeit, in der es noch kein Plastik gab – wir sollten uns daran zurückerinnern und einige Gewohnheiten überdenken. Die Menschen früher sind schließlich auch weitgehend ohne Kunststoffe ausgekommen. Viele Dinge des täglichen Bedarfs bestanden aus Holz, Bambus, Keramik oder Eisen, später kam Glas hinzu. Der Alltag wurde mit relativ bescheidenen Mitteln bewältigt und es funktionierte trotzdem. Heute ist vieles davon fast undenkbar. Wir haben uns an eine Wegwerfmentalität gewöhnt, die nachfolgenden Generationen schadet. Erfreulicherweise denken jetzt viele, vor allem junge Menschen um und lassen sich nicht mehr von der Hochglanzwerbung manipulieren. Es sind jedoch leider noch zu wenige. Wenn du zu denen gehörst, die etwas bewirken wollen: umso besser! Hier bei pandoo findest du alternative Textilien und Geschirr, die der Umwelt nicht schaden.

 

Jede Plastikinsel im Meer ist eine zu viel – Alternativen zu Kunststoffen

  1. Verwende Wattestäbchen aus Bambus statt aus Plastik.
  2. Nutze Mehrwegrasierer anstelle von Einwegprodukten.
  3. Vermeide unnötigen Verpackungsmüll: Viele Geschäfte akzeptieren zum Beispiel mitgebrachte Behälter.
  4. Verwende waschbare Tücher anstelle von Wegwerfprodukten, das spart zudem Geld.
  5. Nutze wiederverwendbare Kaffee- und Thermobecher.
  6. Informiere dich über alternative Verpackungsmöglichkeiten.
  7. Kaufe Getränke in Mehrwegflaschen und verwende Bambusstrohhalme.

Unmengen an Einwegrasierern landen täglich im Müll. Das kostet nicht nur die Anwender eine Menge Geld, es ist auch für die wachsenden Müllberge und das Recycling problematisch. Ebenso sieht es mit Zahnbürsten und Wattestäbchen sowie mit vielen weiteren Dingen aus, die häufig benutzt und ersetzt werden. Ein Beispiel, wie Gebrauchsgegenstände früher verwendet wurden: Unsere Großeltern haben statt Plastik-Wattestäbchen abgebrannte Streichhölzer genutzt, an deren Enden sie Watte wickelten. Da man damit vorsichtig hantierte, hat es keinem geschadet, vor allem nicht der Umwelt. Auf diese Weise kamen die kleinen Hölzchen gleich mehrfach zum Einsatz, bevor sie der schnellen Verrottung zugeführt wurden oder im Ofen landeten.

Heute muss niemand mehr Wattestäbchen selber drehen. Bei pandoo findest du alternative Wattestäbchen mit Bambusstäbchen für Kinder und Erwachsene sowie Haarbürsten aus natürlichen Rohstoffen und vieles mehr. Produkte aus Bambusfasern sind gut für die Umwelt und hinterlassen keinen Plastikmüll. Wenn Müll gar nicht erst entsteht, landet auch nichts im Meer, was zu Plastikinseln führen könnte. Jeder Einzelne hat es in der Hand, Müll zu vermeiden, der Jahrhunderte und viele Generationen benötigt, um sich zu zersetzen und wieder zu verschwinden.


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