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Juli 10, 2020 4 min lesen.

Ein Glas Wasser aus dem Hahn oder die Dusche am Morgen, das sind für uns Selbstverständlichkeiten. Aber stell dir vor, du könntest das Wasser nicht trinken oder es würde überhaupt keines in unseren Leitungen fließen. Hier erfährst du, wie die weltweite Wasserversorgung im Moment aussieht und warum es wichtig ist, über das Recht auf Wasser zu sprechen.

 

Das Recht auf Wasser

Water is a Human Right und doch haben viele Menschen auf der Welt keinen oder zu schlechten Zugang zu sicherem Trinkwasser. Das Recht auf sauberes Trinkwasser sowie sanitäre Versorgung ist ein Menschenrecht. Das erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen in der Resolution 64/2922010. Es ist unverzichtbar für den vollen Genuss des Lebens und aller Menschenrechte, heißt es in der Resolution, der 122 Staaten zustimmten. Obwohl sich 41 Länder enthielten, galt der Beschluss als ein wichtiges politisches Zeichen. Denn weder in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 noch im ergänzten Sozial- und Zivilpakt tauchte das Wort "Wasser" auf. Dabei bilden diese Dokumente die Internationale Menschenrechtscharta. Denn Wasser ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens und muss deshalb für jeden verfügbar und zugänglich sein.

 

Die aktuelle weltweite Wasser- und Sanitärversorgung

Leider ist das aber nicht für jeden so selbstverständlich wie für uns in Deutschland. Weltweit leiden unzählige Menschen unter den Folgen der Wasserknappheit und mangelnden sanitären Versorgungen. Denn nicht überall auf der Welt fließt das Wasser aus dem Hahn in der Küche und dem Bad. Viele Menschen müssen kilometerweite Strecken auf sich nehmen, um Wasser zu bekommen. Zudem kommt das Koch-, Wasch- und Duschwasser für viele Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien oftmals aus dem selben Fluss. Das sechste der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, den SDG’s,  lautet deshalb auch Wasser und Sanitärversorgung für alle. Mit den Sustainable Development Goals möchten die Vereinten Nationen eine Nachhaltige Entwicklung erreichen. Erfahre hier mehr zu den SDG’s.

Trinkwasserzugang Menschenrechte Grundrechte Trinkwasserqualität Trinkflasche Plastikflasche UN SDG Recht auf Wasser

Leider sind wir weit von dem Ziel entfernt, dass alle Menschen über ausreichend Wasser und eine Sanitärversorgung verfügen. Weltweit haben 2,2 Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser und ca. 785 Millionen Menschen verfügen über keine Grundversorgung mit Trinkwasser. Betroffen hiervon sind vor allem Menschen in den ärmeren Regionen der Welt, zum Großteil in ländlichen Gebieten. Zwei Drittel der Erde sind doch aber mit Wasser bedeckt? Das stimmt, allerdings sind nur 0,3 Prozent davon trinkbar. Hinzukommt, dass das Trinkwasser sehr ungleich verteilt ist. Besonders in Afrika, Lateinamerika und Asien herrscht extreme Wasserknappheit. Und diese steigt stetig an, da der weltweite Wasserverbrauch mittlerweile sechs Mal so hoch wie noch vor 100 Jahren ist. Das ist zurückzuführen auf Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie veränderte Konsumgewohnheiten. Wichtig ist aber, nicht nur ein Zugang zu Wasser, sondern auch seine Sicherheit. Das bedeutet, laut UNICEF, dass es für Menschen in der Nähe ihres Zuhauses zugänglich, bei Bedarf verfügbar und frei von Verunreinigungen sein muss. Denn was nutzt es, wenn es Wasser gibt, dieses aber aus einem verschmutzten Fluss kommt und deshalb zu Krankheiten führen kann? Besonders in den ärmeren Regionen der Erde ist verschmutztes Wasser aus Flüssen ein großes Problem und ein weiteres die mangelnde Hygiene. Rund 2 Milliarden Menschen verfügen über keine sicheren Sanitäranlagen. Hierzu gehört zum Beispiel eine Toilette, für uns  ganz selbstverständlich und in jedem Haushalt vorhanden. Dies gilt leider nicht für alle Menschen auf der Welt und das hat Folgen. Denn: ohne sichere Sanitäranlagen können sich Krankheiten wie Cholera schnell ausbreiten, wie beispielsweise 2016 im Südsudan. Der Cholera-Ausbruch dort forderte über 400 Todesopfer.

 

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserversorgung

Aber auch der Klimawandel spielt eine wichtige, ausschlaggebende Rolle beim Thema Wasserversorgung. Er passiert jetzt gerade und verändert unser Klima. Und das wirkt sich unter anderem auch auf die Niederschläge aus. Die Dauer, Intensität und Verteilung dieser über die Jahreszeiten ändert sich. Und das beeinflusst dann die Menge und Qualität unseres Trinkwassers. Trockengebiete werden tendenziell trockener und niederschlagsreiche Regionen feuchter. Somit verschärft der Klimawandel zusätzlich die Wasserknappheit und die Konkurrenz um die begrenzten Wasserressourcen. Das Wetterphänomen El Niño zeigte uns in den vergangenen Jahren, welche Auswirkungen der Klimawandel haben kann. Insbesondere die Länder des östlichen und südlichen Afrikas wurden mit voller Wucht von extremer Trockenheit, Dürre und dann wieder sintflutartigen Regenfällen getroffen. Der Dokumentarfilm „Thank your for the rain“ handelt genau davon und zeigt die desaströsen Auswirkungen des Klimawandels und wie der Regen, normalerweise ein Segen für die Dürregebiete in Ostafrika, zu einer zerstörerischen Macht wird.

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Der Wasserknappheit entgegenwirken - Wasser für alle

Die einzige Lösung ist, dass wir unsere Wassernutzung an den Klimawandel anpassen und unser Wassermanagement durch Klimaschutz umstellen. Denn die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen ist ein Schlüsselfaktor, um eine bessere und nachhaltigere Wasserversorgung zu erreichen. Wasser- und Klimaschutz müssen miteinander verbunden und vermehrt innovative Technologien eingesetzt werden, um die Wasserverfügbarkeit und das Wassermanagement vor allem in den stark betroffenen Regionen zu verbessern und diese für Investoren von Wasserprojekten interessant zu machen. Kennst du schon Viva con Agua? Die Nichtregierungsorganisation (NGO) setzt sich mit unterschiedlichen Aktionen und Projekten für sichere Zugänge zu sauberem Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung ein. Denn: Water is a Human Right! 

 

Was du persönlich tun kannst erfährst du in unserem Blogbeitrag „Rettet das Wasser – blaues Gold verantwortungsvoll nutzen“!


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