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Was bedeutet Nachhaltigkeit: verstehen, bewegen, nachhaltig leben

Juni 07, 2020 4 Minuten Lesezeit 1 Kommentar

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Eines der großen Themen unserer Zeit ist die Nachhaltigkeit. Was ist jedoch die genaue Definition von Nachhaltigkeit? Woher stammt der Begriff und welche Bedeutung hat er heute? Was können wir tun, um nachhaltig zu leben? Welche nachhaltigen Produkte im Alltag haben wir bereits? Wir unterstützen dabei, Nachhaltigkeit zu verstehen. In welche Richtung müssen wir uns bewegen, um nachhaltiger zu werden? Dabei decken wir das ganze Spektrum ab: Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, soziale und internationale Verantwortung. 

Nachhaltigkeit: Definition und Ursprung 

Der Begriff Nachhaltigkeit ist nicht neu und keine Erfindung von Klimaaktivisten. Er umfasst mehr als umweltfreundliches Handeln. Nachhaltigkeit beschreibt ein verantwortungsvolles Verhalten. Seinen Ursprung hat der Begriff im 18. Jahrhundert. Der sächsische Oberberghauptmann, Hans Carl von Carlowitz, erkannte das Problem des Kahlschlags in Wäldern. Holz war zu seiner Zeit der wichtigste Rohstoff. Allerdings war generationsübergreifendes Denken fremd. Holz wurde überall gebraucht: als Energieträger und zum Bauen. Die Folge davon war, dass ganze Wälder abgeholzt wurden – ein regelrechter Kahlschlag. Hans Carl von Carlowitz forderte in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ erstmals eine nachhaltige Forstwirtschaft. Es sollte nur so viel Holz geschlagen werden, wie durch eine planmäßige Bewirtschaftung nachwachsen konnte.  

 

Der Grundsatz des nachhaltigen Wirtschaftens blieb lange Zeit auf die Forstwirtschaft beschränkt. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts erkannte die UN, wie wichtig nachhaltiges Wirtschaften für nachfolgende Generationen ist. Diese Erkenntnis führte dazu, dass der deutsche Bundestag ein Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit entwickelte. Es beinhaltet ökologische, ökonomische und soziale Ziele. 

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Die drei Säulen der Nachhaltigkeit 

Die ökologische Säule berücksichtigt den Umweltaspekt und fokussiert sich auf ressourcenschonendes Handeln. Sie soll den Raubbau an der Natur verhindern. Unsere Ressourcen müssen in dem Maße nachwachsen können, wie wir sie nutzen. Damit soll ein Kahlschlag wie im 18. Jahrhundert verhindert werden. Die ökonomische Säule beinhaltet die generationengerechte Lebensqualität. Was müssen wir tun, damit alle auch morgen noch gut leben können? Probleme sind heute zu lösen und nicht den nächsten Generationen aufzubürden. Wir sind in der Verantwortung, nachfolgenden Generationen eine gesunde, sichere, lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dazu gehören sicherlich keine Schulden- und Müllberge. Das Thema Nachhaltigkeit ist inzwischen in unseren Köpfen und im Alltag angekommen. Doch wie schaffen wir es, nachhaltig zu leben? 

 

Nachhaltig leben: Ressourcen schonen, Müllberge vermeiden 

 Aller Anfang ist schwer – das gilt nicht beim Thema Nachhaltigkeit. Heute haben wir unzählige Möglichkeiten, nachhaltig zu leben. Wir müssen nur bewusst handeln und unser Verhalten ändern. Nachfolgend geben wir dir ein paar Tipps, wie du mit einfachen Mitteln nachhaltig lebst: 

 Obst und Gemüse bewusst kaufen oder selbst anbauen: Im Supermarkt kannst du das ganze Jahr über jegliches Obst und Gemüse kaufen. Teilweise hat es lange Wege hinter sich, was die Ökobilanz belastet. Damit Landwirte die benötigte Menge sicherstellen, verwenden sie Pflanzenschutzmittel (Pestizide, Herbizide). Sie wirken sich negativ auf die Artenvielfalt, Gewässerqualität und deine Gesundheit aus. Indem du bewusst saisonales Obst und Gemüse kaufst oder selbst anbaust, schonst du die Umwelt und deine Gesundheit. 

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Verpackungsmüll vermeiden: Einwegprodukte sind aktuell die größten Umweltsünder. Einmal genutzt, werfen wir sie schon weg. Den größten Effekt zur Vermeidung von Plastikmüll erreichst du mit Mehrwegprodukten. Verzichte, wo möglich, auf Einwegverpackungen. Nimm deine eigene Tasche, deinen Rucksack oder Lebensmittelbehälter mit zum Einkaufen. Obst und Gemüse brauchen keine zusätzliche Plastiktüte. Selbst Kaffee to go kannst du im eigenen Thermobecher genießen. 

Energie sparen: Daheim bieten sich unzählige Möglichkeiten, Energie zu sparen. Überprüfe deine Gewohnheiten. Hast du deine Elektrogeräte im Stand-by-Modus oder schaltest du sie aus? Nutzt du bereits energieeffiziente Geräte (Herd, Backofen, Kühlschrank, Spülmaschine, Waschmaschine)? Beheizt du deine Räume im Winter, auch wenn du tagsüber nicht zu Hause bist? Wasser sparst du, indem du dich unter die Dusche stellst, anstatt in die Badewanne zu legen. 

Nachhaltige Mobilität: Du kannst mobil sein und gleichzeitig die Umwelt schonen. Dabei genügt es schon, Verkehrsmittel bewusst auszuwählen. Kurze Wege kannst du mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Verbinde beispielsweise das Gassigehen mit einem Einkauf beim Bäcker. In Stadt- oder Stadtrandlagen kannst du auf ein eigenes Auto verzichten. Nutze das gut ausgebaute ÖPNV-Netz. Brauchst du ein Auto für den Weg zur Arbeit, wähle nach Möglichkeit ein Fahrzeug mit geringem CO2-Ausstoß. 

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Nachhaltig einrichten: Bevorzuge für deine Einrichtung natürliche Materialien. Heute gibt es schon eine große Auswahl an wohngesunden Möbeln mit Stil. Beliebte Rohstoffe sind heimisches Holz, schnell nachwachsender Bambus und Kork. Sind die Möbelstücke nicht mehr so schön, wirfst du sie nicht einfach weg. Du kannst sie abschleifen und neu streichen. Alternativ baust du dir aus Holzlatten, Kisten oder Paletten individuelle Möbel oder Wohnaccessoires. 

 

Nachhaltige Produkte: auf dem Weg zu Zero-Waste 

Nachhaltig sind Produkte, wenn sie eine neutrale Ökobilanz aufweisen. Der komplette Prozess – Rohstoffauswahl, Fertigung, Transport, Entsorgung – ist klimaneutral. Nachfolgend stellen wir dir eine Auswahl an nachhaltigen Produkten vor. Natürlich findest du noch viel mehr, wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzt. 

 

  • Lunchbox: beispielsweise aus Weizenstroh, für Snacks oder Mahlzeiten. Sie ist ressourcen- und umweltschonend sowie biologisch abbaubar. 
  • Trinkflasche aus Borosilikatglas: sehr leicht durch die geringe Dichte, temperaturbeständig, umweltfreundlich und bruchsicher. Alternativ kannst du auch eine PET-Flasche befüllen und mitnehmen. 
  • Bambus-Thermobecher oder Mehrweg-Kaffeebecher: Als Tee- oder Kaffeetrinker findest du ebenfalls umweltfreundliche Mehrweg-Becher. 
  • Naturkosmetik: In den meisten herkömmlichen Kosmetika stecken bedenkliche Inhaltsstoffe, wie Parabene (Konservierung), PEG/PEG-Derivate (Tenside, Emulgatoren), Mikroplastik sowie Farb- und Duftstoffe. Achte daher auf Naturkosmetik mit natürlichen Inhaltsstoffen. Als Orientierung können dir die Siegel BDIH, Natrue oder Ecocert dienen. 

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Nachhaltigkeit liegt in unserer Verantwortung – heute und morgen 

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Damit wir jedoch heute und morgen eine lebenswerte Umgebung sicherstellen, müssen wir nachhaltig handeln. Es liegt an uns, die Artenvielfalt und Natur für nachfolgende Generationen zu erhalten. Die großen Klimaziele, wie den CO2-Ausstoß weltweit zu verringern, erreichen wir nur gemeinsam. Jeder Einzelne leistet jedoch durch die bewusste Auswahl von Produkten und Transportmitteln einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Mit unserem generationsgerechten Verhalten sichern wir die Lebensqualität unserer Kinder, Enkel und Urenkel. Gleichwohl verhindern wir, dass Tiere an Plastikpartikeln verenden. Die Gründe für ein bewusstes, nachhaltiges Verhalten sind vielfältig. Alle Bemühungen haben jedoch ein Ziel: den Schutz unserer Umwelt und eine lebenswerte Zukunft für nachfolgende Generationen! 

 

Du interessierst dich für das Thema Nachhaltigkeit und einen bewussten Lebensstil? Dann bist du auf dem pandoo Blog goldrichtig!

 


1 Antwort

Norbert Bosse
Norbert Bosse

September 12, 2020

In diesem Artikel haben Sie den " NAGEL AUF DEN KOPF " getroffen! Der Beitrag gefällt mir ausserordentlich gut und trifft mein vollstes Zugeständnis. Die Politik müsste viel mehr tun um Einweggeschier und Verpackung verbieten.

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