Tipps, wie du deiner Kleidung zu einem längeren Leben verhilfst

Oktober 17, 2020 4 Minuten Lesezeit

Nachhaltiger Kleiderschrank

Die Kleidungsstücke, die wir am meisten mögen, tragen wir oft auch am häufigsten. Dementsprechend oft müssen diese auch gewaschen werden, sollen aber dennoch möglichst lange gut aussehen. Das ist möglich, wenn du einige Dinge bei der Pflege deiner Kleidung berücksichtigst!

Pflegetipps zur richtigen Wäsche

Generell ist es immer die schonendere Variante für Kleidung, diese auf links gedreht zu waschen. Grund hierfür ist auch, dass die Kleidung während des Waschvorgangs aneinander reibt und so Farbe ausbleichen kann. Weiter ist es wichtig, die Maschine nicht zu überfüllen, da insbesondere leichte Stoffe in der Waschlauge schwimmen müssen.

Schwarz in jeglichen Variationen ist zeitlos und daher bei Textilien sehr beliebt. Um auch diese Schattierung möglichst lange zu erhalten, ist es besonders bei schwarzen Kleidung wichtig, diese von andersfarbiger Kleidung getrennt zu waschen. Während des Waschvorgangs nehmen schwarze Materialien die Farbe andersfarbiger Kleidungsstücke, die Farbe verlieren, auf. Die Konsequenz ist, dass sich der Farbverlust der schwarzen Kleidungsstücke minimiert. Generell ist es ratsam, schwarze Kleidung so selten wie möglich zu waschen, da selbst bei intensiven Pflegebemühungen mit der Zeit Farbintensität verloren geht.

Schwarze Kleidung

Waschpulver oder Flüssigwaschmittel?

Vollwaschmittel-Pulver enthalten Bleichmittel, welche beim Entfernen farbiger Verschmutzungen helfen und gleichzeitig Bakterien abtöten. Für weiße Bettwäsche, Babysachen, Geschirrtücher oder Unterwäsche ist Pulver gut geeignet. Hygienische Sauberkeit und die Bewahrung der hellen Farbe gelingen in der Regel mit Vollwaschmittel-Pulver. Flüssigwaschmittel enthält Tenside und ist aus diesem Grund besser für Buntwäsche und bei Fettflecken geeignet.

Und was ist mit Weichspüler?

Ein viel diskutiertes Thema ist die Verwendung von Weichspüler. Der wohlige Geruch und die flauschigere Kleidung sind Gründe, aus denen einige Menschen zu dem Mittel greifen. Auch das Verhindern elektrostatischer Aufladung ist ein Argument, mit dem Weichspüler viele Käufer überzeugt. Die Vorteile des Mittels besitzt dieses Dank der enthaltenen Tenside, die sich auf die Fasern der Kleidung legen. Diese Schicht ist jedoch reine Chemie, welche beim anschließenden Tragen der Kleidung mit der Haut in Kontakt kommt. Vorteile der chemischen Inhaltsstoffe sind deutlich merkbar: mehr Farbechtheit, ein sanfteres Gefühl der Kleidung auf der Haut, eine Reduktion der Reibung beim Waschen und eine unvergleichliche Duftnote! Ob du das für dich möchtest und du dich damit wohlfühlst, bleibt deine Entscheidung. Allein in Deutschland werden jährlich 230.000 Tonnen Weichspüler verwendet, welche aus ökologischer Sicht keinesfalls nicht nötig sind.

Waschtemperatur

Die richtige Temperatur

Schwarze Kleidung sollte prinzipiell bei so niedrigen Temperaturen gewaschen werden, wie möglich, da Hitze den dunklen Kleidungsstücken die Farbe entzieht. Auch die Verwendung eines Trockners ist für schwarze Kleidungsstücke nicht ratsam.

Für die regelmäßige Wäsche aller Kleidungsstücke reicht im Normalfall das 30 oder 40 Grad Programm aus. Eine Ausnahme bilden dreckige Kleidungsstücke, bei ihnen empfiehlt sich ein Waschgang bei höherer Temperatur. Um angesammelte Bakterien abzutöten ist es ratsam, einmal pro Monat die Wäsche bei 60 Grad in der Maschine zu waschen. Für derart hohe Temperaturen eignen sich Unterwäsche und Bettwäsche oder Handtücher, da ein Entfernen der Bakterien bei diesen Textilien wichtig ist.

Mal wieder gekleckert – was tun bei Flecken

Einmal nicht aufgepasst und schon ist ein Tropfen Rotwein auf der weißen Bluse gelandet, eine Katastrophe! Wichtig ist immer ein möglichst schnelles Reagieren und wenn möglich Entfernen der Flecken, denn umso kürzer sie auf der Kleidung sind, umso weniger können sie eintrocknen. Im ersten Schritt empfiehlt sich ein vorsichtiges Behandeln des Flecks mit lauwarmem Wasser, wobei nicht zu sehr gerieben werden sollte. Die fleckige Stelle sollte soweit möglich möglichst lange feucht gehalten werden. Alternativ kann auch das Einlegen des Kleidungsstück in eine Waschlauge, einer Mischung aus warmem Wasser und Waschmittel, erste Hilfe leisten. Dennoch sollte das ganze Kleidungsstück sobald möglich in der Waschmaschine landen. Bei besonders hartnäckigen Flecken besteht die Möglichkeit, diese punktuell vor dem Waschgang mit flüssigem Waschmittel zu bedecken.

Fleckige Kleidung

Besondere Materialien: Wolle, Strick und Co. 

Bei Kleidungsstücken, die gestrickt, aus Wolle oder ähnlichen Materialien sind, reichen die bisher beschriebenen Pflegehinweise nicht immer aus. Strickjacken oder Wollpullover sollen nie aufgehängt werden, sondern wenn möglich immer liegend trocknen. Für die Aufbewahrung im Kleiderschrank gilt gleiches, da im hängenden Zustand, nass oder trocken, die Strickmaschen ausleiern und das Kleidungsstück strapazieren. Unterwäsche, sehr zarte Stoffe oder ähnliches werden am besten in einem separaten Wäschesack oder einem Kopfkissenbezug gewaschen. Insbesondere bei Bügel-BHs ist dies sehr wichtig um zu vermeiden, dass der Metallbügel in die Wäschetrommel rutscht und sich ins Innere der Maschine begibt.

Kleidung länger erhalten

Weitere Möglichkeiten, Kleidung eine längere Lebenszeit zu schenken

Das Waschen und Pflegen von Kleidungsstücken ist eine Methode. Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Ideen, wie Kleidungsstücken ein längeres Leben geschenkt werden kann. Hast du schon mal ein Kleidungsstück, das dir nicht mehr gefällt, versucht zum Beispiel an den Armen zu kürzen oder enger zu nähen? Oder eine Hose mit Loch, die du deswegen nicht mehr trägst, einfach selbst zu flicken?

Es gibt unzählige Möglichkeiten und DIY-Anleitungen, die dir dabei helfen, aus alter Kleidung neues zu zaubern, was dir vielleicht besser passt oder mittlerweile gefällt. Von welchen Möglichkeiten wir hier sprechen und wo du dir Tipps hierfür holen kannst, erfährst du auf unserem pandoo-Blog beispielsweise in diesem Beitrag. Viel Freude beim Ausprobieren!

 

 



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