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Bienenhotel: Eine Nisthilfe für Wildbienen

Mai 12, 2020 4 Minuten Lesezeit

Bienenhotel: Eine Nisthilfe für Wildbienen

Der Sommer kommt und die Bienen summen uns schon ab und zu an den Ohren herum. Die kleinen, fleißigen Bienen sind mehr und mehr auf uns angewiesen, weil das Bienensterben immer bedrohlicher wird. Bienen sind sehr wichtige Bestäuber für viele Blumen und Bäume.

Daher ist es gut, wenn wir ihnen dabei helfen einen gemütlichen Nistplatz zu finden.

Die zunehmend dichte Besiedelung macht es den Wildbienen schwer einen geeigneten Nistplatz für ihren Nachwuchs zu finden. Gerade in Großstädten sind Bienen auf unsere Hilfe angewiesen. Aber auch in ländlicheren Gegenden haben es die Bienen immer schwerer, weil morsche Bäume rigoros gefällt werden.

Lebensraum schaffen - Wer zieht ein?

Vor allem Wildbienen haben die Bienenhotels sehr gerne. Sie leben nicht in Staaten wie die Honigbienen sondern sind überzeugte Einzelgänger. Ihre Nester werden nur von ihnen selbst angelegt. Allein in Deutschland gibt es über 550 Wildbienenarten, die sich auf unseren heimischen Wiesen und in unseren Gärten tummeln.

Aber nicht nur Wildbienen, Schlupf-, Grab-, Weg- und Brackwespen könnten in dein Insektenhotel einziehen. Auch Blumenwanzen, Flor- und Schwebfliegen, Raub und Marienkäfer, Ohrwürmer, Glühwürmchen und Schmetterlinge nehmen ein solches Habitat gerne an.

Typische Fehler beim Bau eines Insektenhotels: Darauf ist zu achten

  • Bienen mögen keine scharfen Kanten und abstehende Späne. Versuche diese zu vermeiden.
  • Stroh ist für einen Bienenhotel ungeeignet, da das Stroh Ohrenzwicker anlockt, die den Bienen ihre Pollen klauen. 
  • Nadelhölzer sind nicht geeignet für den Bau. Das Holz ist zu weich und die Löcher sind nicht sauber. Sobald die Bienen rückwärts heraus krabbeln bleiben die zarten Flügel hängen und verletzen sich. Das sichere Todesurteil für eine Biene und ihre Brut.
  • Glas. Natürlich ist es spannend in eine Nisthöhle hineinzuschauen, aber Glas ist nicht atmungsaktiv und somit ist der Austausch von Sauerstoff nicht gegeben. 
  • Das Insektenhotel im Winter ins Haus bringen ist keine gute Idee. Es muss das ganze Jahr draußen stehen, da die Brut sonst Frühlingsgefühle bekommt und zu schlüpfen beginnt. Das ist ganz fatal, da die jungen Bienchen im Winter keine Nahrung finden.
  • Insektiziede solltest du nicht in deinem Garten einsetzen, das haben Bienen gar nicht gern. 

Ran ans Werk: Wir bauen ein Bienenhotel

Das brauchst du:

  • 1x leere Blechdose
  • 1x dünnes Seil oder eine Kordel
  • 1x Schere
  • etwas Watte
  • Schleifpapier
  • Optional einen Holzbohrer

Für die Befüllung kannst du folgendes verwenden:

Bei der Befüllung und Gestaltung deiner Dose bist du ganz frei.

  • Du kannst zum Beispiel unsere pandoo Bambusstrohhalme oder anderen Bambus aus deinem Garten oder dem Baumarkt verwenden. Er wächst oft an kleinen Teichen oder Seen.
  • Hartholzblöcke
  • Holunderstängel
  • Pappröhrchen (diese findest du auf Amazon)

Eine Blechdose eignet sich perfekt für die Behausung deiner Wildbienen. Die Dose sollte einen möglichst großen Durchmesser haben, dass auch viel Platz für die Bienchen vorhanden ist. Das Etikett der Dose kann ganz einfach mit Wasser entfernt werden. Dazu legst du die Dose in ein Wasserbad und nach ein paar Minuten löst sich das Etikett von selbst ab. Die Dose wird sorgfältig ausgewaschen und abgetrocknet. 

Jetzt geht es an die Befüllung unserer Dose:

Die Dose kannst du mit pandoo Cocktail Strohhalmen, pandoo Einweg-Strohhalmen, mit Schilf oder kleinen Hartholzstücken befüllt werden.

In die großen Hartholzblöcke werden Löcher von 2-10 mm gebohrt. Diese Bohrlöcher sollten so tief wie möglich ins Holz reichen, aber nicht komplett durchgebohrt werden.

Wir haben das Bienenhotel ausschließlich mit Strohhalmen befüllt. Die Cocktail-Strohhalme eignen sich besonders gut, da sie bereits die geeignete Länge haben und sie sehr feingeschliffen sind. So werden die Flügel unserer freundlichen Gäste nicht beschädigt.

Auch die Einweg-Strohhalme eignen sich gut. Diese kannst du einfach mit einer Schere auf die richtige Länge zuschneiden. In die Strohhalme und das Schilf sollte etwas Watte in eine Seite gestopft werden. Die Seite mit der Watte kommt dann in die Dose, sodass die offene Seite rausschaut.

Markhaltige Stängel wie von Holunder- oder Brombeerzweigen lieben Bienen. Das Mark lässt sich auch einem Bohrer oder starken Draht entfernen. Markreste gut ausklopfen. Die Nestgänge dürfen aber nicht durchgehend sein.

Achtung: Unsere freundlichen Bienenfreunde mögen keine scharfen Kanten oder Splitter. Achte darauf all deine Materialien abzuschleifen oder sauber abzuschneiden.

Wo kann ich mein Bienenhotel aufhängen?

Das Bienenhotel macht sich super im Garten an einem Ast eines Baumes, aber auch auf dem Balkon oder vor einem Fenster auf der Fensterbank. Achte darauf, dass du das Bienenhotel gut befestigst, sodass deine summenden Freunde nicht abstürzen.

Suche dir einen regen- und windgeschützten Ort für dein Hotel aus, wo die Bienen auch im Winter bleiben können. Stelle dein Bienenhotel in der Sonne auf. Eine südöstliche Himmelsausrichtung der Eingänge ist von Vorteil, da die Bienen dann schon im Frühling die morgendliche Sonne abbekommen. 

Bienen lieben heimische Kräuter und Blumen aber auch verschiedene Obstbäume. Wir haben auf unserem Blog schon einen Beitrag zu bienenfreundlichen Pflanzen, wo ihr nachlesen könnt, welche Pflanzen zu eurem Balkon oder Garten passen.

Auch mit etwas Honig oder Zuckerwasser können die Bienen angelockt werden.

Besonders mögen unsere Freunde auch eine frische Wasserquelle. Dafür kannst du einen Untersetzer von einem Blumentopf mit etwas Wasser befüllen und ein paar große Steine reinlegen, dass die Bienen gut landen können.

 

Wie lange dauert es, bis die ersten Bienen einziehen?

Es kommt auf den Standort und die Umgebung an, wann deine ersten Gäste einziehen. Unter guten Bedingungen sollen bereits nach einigen Tagen deine ersten Wildbienen behausen.



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