Sinnvoll holzfrei leben: erste Schritte

Mai 22, 2020 4 Minuten Lesezeit 2 Kommentare

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Holz ist ein Material, bei dem du wahrscheinlich nicht direkt an den Umweltschutz oder den Klimawandel denkst. Denn schließlich ist Holz allemal besser als Plastik und gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen. Jedoch trägst du durch den Kauf von nichtnachhaltigem Holz zur Abholzung der Regenwälder bei, was gravierende Auswirkungen auf den CO2-Haushalt der Erde hat. Besser ist es daher, sich – wo immer möglich – auf Recycling-Artikel oder auf holzfreie Alternativen wie Bambus zu verlassen. 

 

Bambus: schnell nachwachsendes Gras statt Holz 

Hinter zahlreichen Produkten steckt eine Abholzung im Regenwald. Das gilt nicht nur für Möbel aus Tropenholz, günstiges Papier oder Bleistifte, sondern zum Beispiel auch für Produkte mit Palmöl und selbst für Grillkohle, die oft aus günstigem Tropenholz besteht. 

Als holzfreie Alternative im Alltag ist Bambus empfehlenswert. Das Trendmaterial wächst selbst unter widrigen Bedingungen und lässt sich in Europa anbauen, um die Transportwege zu reduzieren. Wenn wir mehr Bambus verbrauchen, können wir die Nachfrage nach Edelhölzern senken und so dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht in den Regenwäldern wiederherzustellen. Denn diese wertvollen Flächen tragen unter anderem dazu bei, große Mengen an CO2 zu filtern und in Sauerstoff umzuwandeln. Nicht umsonst werden Regenwälder als „grüne Lunge“ des Planeten bezeichnet! 

Darüber hinaus ist Bambus sehr widerstandsfähig, wächst schnell nach und kann daher jährlich in großen Mengen geerntet werden. Dabei ist es nur nötig, die Gräser oder Stämme des Grases zu ernten. Das Wurzelsystem bleibt vorhanden, sodass neue Pflanzen nachwachsen können. Durch sein schnelles Wachstum kann Bambus sehr viel CO2 speichern. Das vor allem in Asien häufig vorkommende Gras benötigt kaum Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerung, somit bringt es keine wesentlichen negativen Folgen für die Umwelt mit sich. 

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Mit Stift und Papier gegen Abholzung 

Auf der Erde wird zu viel Papier verbraucht: Etwa jeder dritte gefällte Baum opfert sich für die Papierherstellung. Dieses lässt sich je nach Herstellungsart nicht gut recyceln. Papier ist nicht nur eine direkte Bedrohung für die Regenwälder und andere Wälder, sondern verbraucht in seiner Herstellung auch viele andere Ressourcen wie Wasser und Energie. 

Im Alltag solltest du daher versuchen, so wenig Papier wie möglich zu verwenden. Das gilt auch für Toilettenpapier, das du am besten in einer recycelten Variante kaufst. Alternativ setzt du hier direkt auf Bambus-Toilettenpapier, das einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck hat als das klassische Papier. 

Weitere Tipps für das Papiersparen im Alltag: 

  • Dokumente scannen und digital unterschreiben, statt auszudrucken 
  • Papier beidseitig bedrucken 
  • alte Rechnungen und Briefe als Notizzettel verwenden 
  • gelesene Bücher verschenken
  • Lappen oder wiederverwendbare Bambusküchenrolle verwenden statt Küchenpapier aus Holzzellstoff

Wenn du Papier kaufst, solltest du darauf achten, dass dieses das Siegel des Blauen Engels trägt. Das bedeutet, dass es ökologische Standards einhält. Auch Papier mit einem UWS-Siegel ist umweltfreundlich und wird ganz ohne Bleiche hergestellt. 

Noch ein Tipp: Anstatt Stifte aus Holz zu kaufen, kannst du dich für die Bambusvariante oder zum Beispiel für Bleistifte aus recyceltem Zeitungspapier entscheiden. Denn die Produktion von Holz- und Buntstiften ist besonders holzintensiv. 

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Augen auf beim Möbelkauf 

Viele unserer Möbel bestehen aus Tropenholz, da dieses sehr elegant aussieht und beständig ist. Außerdem ist es für Möbelfirmen günstiger, dieses Holz zu importieren, als heimisches Holz zu nutzen. Wenn du das nächste Mal Möbel kaufst, solltest du darauf achten, dass das Holz mit dem FSC-Siegel als nachhaltig produziert gekennzeichnet ist.  

Noch besser ist es jedoch, wenn du dich auf Möbel aus heimischen Holzarten verlässt. Diese sind häufig so bearbeitet, dass sie Tropenholz in den Eigenschaften ähneln. Bäume wie die Robinie kommen auch in Europa häufig vor und lassen sich gut für Möbel nutzen. Die Robinie ist ein idealer Ersatz für Teakholz, das aus dem Regenwald stammt. Alternativ kannst du Bambus-Möbel wählen. Diese sind besonders robust und langlebig, zugleich aber auch sehr leicht und teils ein wenig flexibel. 

Da die Bambusproduktion noch in den Kinderschuhen steckt, ist nicht immer klar, wie die Arbeitsbedingungen sind. Für fair gehandeltes Bambus solltest du in Läden deines Vertrauens nachschauen und auf entsprechende Siegel achten. 

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Weitere Maßnahmen gegen die Abholzung 

Indem du dich bemühst, holzfreier zu leben, leistest du bereits einen wichtigen Beitrag zum Schutz der tropischen Wälder. Darüber hinaus solltest du dir vor Augen führen, dass auch viele andere Produkte aus dem Regenwald kommen oder indirekt zur Abholzung der grünen Lunge beitragen.  

Zum Beispiel kannst du beim Einkaufen zukünftig bewusster vorgehen. Wähle hauptsächlich regionale Produkte, was auch den Vorteil hat, dass beim Transport weniger CO2 ausgestoßen wurde. Wenn du Regenwald-Produkte wie zum Beispiel Kaffee, Kakao oder tropische Früchte kaufst, solltest du darauf achten, dass diese fair gehandelt sind. Dann weißt du, dass die Arbeitsbedingungen vertretbar sind und dass das Produkt nicht zur Abholzung beigetragen hat. 

Ebenfalls im Bereich der Ernährung kannst du viel ausrichten, indem du deinen Fleischkonsum reduzierst. Denn günstiges Fleisch kommt häufig aus Ländern wie Brasilien, die für den Anbau von Futtersoja sehr viel Regenwald roden. Außerdem ist die Viehwirtschaft durch Methanausstoß schädlich für den Planeten. Wenn du Fleisch kaufst, solltest du regionale Produkte in Bioqualität wählen. 

Weitere Produkte, die dem Regenwald schaden, sind Palmöl, Plastik und Benzin. Für Palmölplantagen müssen große Regenwaldflächen gerodet werden, was unter anderem seltenen Tierarten wie Menschenaffen direkt schadet. Plastik und Benzin werden aus Erdöl hergestellt, das auch in Regenwäldern vorkommt, aber erst nach einer Rodung abgebaut werden kann. 

Zu guter Letzt empfehlen wir dir, bei der Grillkohle auf die Herkunft zu achten, denn das praktische Produkt besteht häufig ebenfalls aus Tropenholz. Am besten ist es, wenn du Grillkohle aus Abfallprodukten nutzt. Alternativ kannst du auf Siegel wie FSC oder Naturland achten. Die garantieren, dass bei der Herstellung der Kohle soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt wurden. 

 

Wenn du noch mehr rund um das Thema Nachhaltigkeit erfahren möchtest, bist du auf unserem Blog genau richtig!

 

 


2 Antworten

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Mai 28, 2020

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Mai 28, 2020

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